Der richtige Umgang mit Periscope als Smartphone App zum Live-Broadcast. Während viele Menschen in meinem Umfeld sich momentan mit Apps, wie Instagram, Facebook und neuerdings Snapchat beschäftigen – steht die nächste wichtige neue App schon bereit: Periscope. Vor kurzem habe ich selbst noch über die App Meerkat versucht am Periscope Live Hype teilzunehmen. Nun gibt es Periscope auch endlich ebenfalls auch für Android-Nutzer, nicht nur für iOS Nutzer. Aber was ist das für eine neue App? Was kann Periscope – und noch wichtiger: brauche ich Periscope?

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Wer nicht täglich mit Apps und neuester Technik zu tun hat, für den wird es schwer momentan den Durchblick bei den interessanten und wichtigen Apps zu behalten. Manche Apps wirken auf den neutralen Nutzer zunächst etwas überflüssig. Wenn man das System dahinter allerdings verstanden hat, kann es zu einem wichtigen oder auch interessanten Detail des Alltags werden. Periscope schließt an die neuen Möglichkeiten und Apps nahtlos an. Ich erkläre euch, worum es bei Periscope geht.

Was ist Periscope?

Ganz kurz zusammen gefasst ist Periscope ein selbst produzierter Livestream. Periscope gehört zu Twitter und ermöglicht Followern und fremden Personen einen Einblick in das Leben des Senders. Das Smartphone wird somit zum Live TV. Im Gegensatz zu anderen Streaming Apps, kann man bei Periscope mit seinen Zuschauern interagieren. Zuschauer können nicht nur am Smartphone zuschauen, sondern auch auf dem Tablet oder am Laptop bzw. PC durch den Browser. Wer sein Periscope auf „senden“ stellt erscheint auf Webseiten wie WatchOnPeriscope.com oder OnPeriscope.com – Follower bekommen eine Nachricht, Twitter-Follower werden auf Wunsch per Tweet informiert.

Wie funktioniert Periscope?

Zunächst braucht man die App Periscope auf seinem Smartphone. Erhältlich ist die App für iPhones und Android Handys. Um sich bei Periscope anzumelden benötigt man einen Twitter Account, mit dem sich die App dann auch direkt verknüpft und Informationen sendet, sobald man „online“ auf Periscope ist. Alternativ kann das Nutzerkonto auch auf eine Telefonnummer registriert werden.

PERISCOPE oder SNAPCHAT - Live-Video-Streaming - Broadcast-APP - Tutorial - Tipps & Tricks - Erfolgreich und besser bloggen - Social Media NetzwerkPeriscope zeigt beim Öffnen der App direkt an, ob jemand online ist, dem man folgt. Praktisch, wenn man z.B. eine Pushbenachrichtung eingestellt hat, wenn jemand online geht, dem man selbst folgt. Unter dem Live Bild findet man die verpassten Broadcasts und einige Broadcasts, die ge-featured werden. Unter dem nächsten Reiter, der Weltkugel sieht man weltweit alle Live-Sender in diesem Moment. Ein nächster Reiter zeigt mögliche Periscope-Nutzer an, denen man folgen kann. Hier findet man auch eine Suchfunktion, wenn man gezielt nach bestimmten Personen suchen möchte. Rechts oben findet man noch das eigene Profil und darunter dann die Settings, in denen man die Benachrichtungen einstellen kann.

Zurück zu den ersten beiden Reitern der App – hier findet man rechts unten das Kamerasymbol (ein wenig in Instagram-Optik) in rot. Möchte man selbst zum Sender werden, klickt man das Symbol an. Nun kann man selbst entscheiden, ob es ein Public oder ein Private-Periscope (der User wird dann separat ausgewählt) werden soll. Ein Titel muss angegeben werden – gerne auch mit #hashtag. Nun gibt es noch Symbole zum aktivieren und deaktivieren des Standortes, wer mit euch chatten kann und ob der Livestram getwittert werden soll. Das Bild ist bereits leicht im Hintergrund zu erkennen und zeigt meist die normale Kamera – möchte man lieber mit der Selfie-Kamera starten reicht ein Doppelklick auf den Monitor und das Bild wechselt. Jetzt fehlt nur noch „Start Broadcast“ und man ist Online.

Videos können von Zuschauern direkt kommentiert und „geliked“ werden. Beim Sender erscheinen dann Herzen oder Kommentare auf dem Monitor, auf die der Sender dann sofort eingehen kann, wenn er möchte, denn jeder sieht die Kommentare. Man sieht ebenfalls, wer sich als Zuschauer eingeloggt hat. Am Anfang ist es noch etwas ungewohnt und es kommt einem alles recht schnell vor. Follower von einem Periscope-Sender bekommen eine Nachricht, sobald man mit einem Livestream online ist. Je interessanter die Videos sind, desto schneller sammelt man natürlich Follower. Je mehr Likes man bekommt, desto höher wird man in der Periscope App gerankt unter „Popular People to Follow“.

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Auf Kommentare kann der Sender nicht schriftlich antworten, sondern er antwortet direkt im Livestream. Die Kommentare werden von allen Zuschauern gesehen. Stört die Kommentarfunktion im Bild des Streams, kann der Sender diese auch direkt ausklammern und somit nicht zulassen. Wer vom Sender auf Grund eines nicht besonders höflichen Kommentars gesperrt wird, wird ebenfalls allen Zuschauern öffentlich angezeigt. Wenn der Sender es möchte, kann dieser auch nur Kommentare zulassen, von Personen, denen er selbst folgt. Der Sender sollte sich immer bewusst sein, dass manchmal nicht viel von der Privatsphäre übrig bleibt, wenn man alles mit den Followern live teilt.

Die Videos werden im Hoch-Format (Auflösung 640 x 360 Pixel,  ca. 62 Kilobyte pro Sekunde) aufgenommen und gesendet. Querformat ist nicht vorgesehen – wahrscheinlich um sich von den TV-Senden abzugrenzen. Vorsichtig sollte man übrigens bei der Übertragung sein, wenn man bei einem Event ist, bei dem die Übertragungsrechte bei einem TV-Sender liegen.

Das Live-Material ist 24 Stunden lang online sichtbar, wenn die Funktion zum Wiederholen ausgewählt wurde. Der Sender kann das Video innerhalb von 24 Stunden auf seinen einen Speicher herunter laden. Der Sender kann das Video selbstverständlich auch wieder löschen, wenn er nicht möchte, dass es nach dem Livestream noch online steht.

Neuerdings gibt es auch die direkte Möglichkeit, nach Ablauf des Live-Streams die Wiederholung im Browser innerhalb der 24 Stunden anzusehen. Zuvor war dies nur über die Periscope App möglich. So werden noch mehr Menschen erreicht als zuvor.

Der Titel für das Video sollte immer auch zum Video passen. Wer seinen Standort teilt, wenn er nicht gerade zu Hause ist, wird auch auf der Periscope-Weltkarte angezeigt. Der Ort kann abweichen, wenn man über ein Wlan Netz eingeloggt ist.

Die meisten Follower erreicht man natürlich, wenn diese auch Zeit haben online zu sein und sich das Video anzusehen. Sicherlich erreicht man am Nachmittag und Abend je nach Zielgruppe mehr Menschen als Morgens und Vormittags. Es sei denn, man ist bei einem Event, das viele Menschen interessiert und dieses findet zufällig Vormittags statt.

Nach Ende des Livestreams kann man sich die Statistiken ansehen und sieht z.B. wie viele Likes man bekommen hat, sogar von wem diese kamen, und wie viele Zuschauer man hatte. Bis zu 500 Likes kann ein Zuschauer während eines Streams vergeben, um den Sender weiterhin zu motivieren. Störende Follower kann der Sender jederzeit blockieren um den Stream „sauber“ zu halten.

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Gefällt einem Zuschauer der Stream besonders gut, kann der diesen ebenfalls mit seinen Twitter-Followern teilen. Generell werden Live-Broadcasts am besten über Twitter gefunden, indem man dort nach Periscope sucht und direkt dann im Browser das Video sehen kann. Ein Einloggen bei Periscope ist beim Zuschauen im Browser nicht notwendig.

Wer wirklich etwas zu sagen hat und nicht nur Langeweile hat, wird sicherlich auch schnell das dauerhafte Interesse der Follower wecken. Livestreams aus dem Wohnzimmer werden eher weniger Zuschauer in den Bann ziehen.

Was man allerdings ebenfalls immer im Auge haben sollte, ist der Datenverbrauch. Natürlich macht es mehr Spaß Videos zu senden, wenn man im Wlan-Netz hängt und sein Datenvolumen sparen kann.

Wofür brauche ich Periscope?

Periscope ist eine Livestreaming-Möglichkeit für Situationen aus dem Alltag. Für Fans und Followern von Bloggern und Stars ermöglicht Periscope einen Einblick in das alltägliche Leben oder auch in Behind-the-Scenes Situationen. Liveübertragungen von Events, Blogger-Events, Showroom-Besuchen und Fashionweeks mit Catwalks.

Ob man diesen direkten Einblick braucht oder auch geben möchte bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Sicher ist allerdings, dass es nicht direkter geht und man als Zuschauer gefühlt fast live dabei ist. Ungeschönte Eindrücke von einem anderen Ort der Welt direkt zum Zuschauer gebracht.

Ich werde versuchen euch ein paar meiner Lieblingsorte und Stellen auf Periscope zu zeigen. Von schönen Ausblicken auf tolle Städte und Landschaften, wie auch kleine süße Kaffees oder auch touristenfreie Zonen. Sicherlich werde ich ebenfalls versuchen mit euch zu interagieren und euch aktiv mit einzubinden – z.B. was ihr lieber sehen wollt – die U-Bahn Station vor dem Brandenburger Tor oder das Brandenburger Tor selbst oder euch auch nach Insider Tipps fragen.

Periscopes mit Informationsgehalt sehe ich mir selbst auch am liebsten an und werde versuchen euch ebenfalls mit interessanten Details zu füttern. Interessant wird es, wenn der Sender auf die Fragen des Zuschauers eingehen kann und auch erzählt, was er dort eigentlich tut und was man sieht. Schnelle Schwenks können leider schnell nervig sein, ebenso wenn es zu viele Nebengeräusche (wie z.B. aus einem Einkaufszentrum, an einer Hauptstraße, etc.) gibt.

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Snapchat oder Periscope?

Wo ich Snapchat als „Daily-Reality-Soap“ einordnen würde, sehe ich Periscope eher als „Live-Report“ an. Ob eine ähnliche „Suchtgefahr“ entsteht, kann ich selbst noch nicht beurteilen. Bei Snapchat bleibt man für seine Follower gerne in seiner Muttersprache – also meist deutsch. Bei Periscope sollte man allerdings bedenken, dass die meisten Twitter-Follower englischsprachig sind – ob man trotzdem dann auf deutsch sendet, bleibt natürlich wieder jedem selbst überlassen. Manchmal ist ein Misch-Masch an Sprachen ebenfalls interessant.

Für mich persönlich ist es so: möchte ich einer Person folgen nutze ich lieber Snapchat, möchte ich live bei einem Event dabei sein, nutze ich gerne Periscope. Bei Periscope ist es ebenfalls leichter Personen zu folgen, die man nicht kennt, während man bei Snapchat den genauen Usernamen kennen muss, bevor man Snaps von ihnen sieht.

Wer sich bei Snapchat noch nicht zurecht findet, für den habe ich ebenfalls ein Tutorial zu Snapchat geschrieben. Auch eine Auflistung einiger interessanter Snapchatter habe ich euch einmal aufgeschrieben. Dies wird sicherlich in Zukunft auch für Periscope folgen.

Mein Eindruck und Fazit zu Periscope

Ich habe Periscope unter „pureglamtv“ selbst bereits ausprobiert und musste mich selbst zunächst einmal zurecht finden. Ich habe erst gewartet, bis mir angezeigt wurde, dass mir jemand zusieht, bevor ich zu reden begann. Eigentlich ja unnötig, da in der Wiederholung dann bereits von Anfang an jemand zusieht.

Ich fand es selbst etwas ungewohnt, das so viel auf meinem Monitor passiert, während ich filme. Ich hätte eigentlich mit nur ganz wenigen Zuschauern gerechnet. Bei manchen Namen die zuschauen denkt man „Hey, der Name sagt mir doch was?“ – das Reagieren auf Fragen finde ich selbst recht interessant und lustig. Man hat manchmal allerdings das Gefühl, dass man eine Frage verpasst hat. Über die Herzen freut man sich wirklich und fängt automatisch an zu lächeln.

Das Umschalten der Cam während der Übertragung fand ich ganz leicht. Einfach ein Doppelklick und schon wird die Kamera gewechselt. Obwohl ich zunächst im Wlan gesendet habe, war der Datenverbrauch definitiv geringer als bei Snapchat. Bei ca. 2 Minuten lag das Datenvolumen bei ca. 24 MB. Allerdings ist die Bildqualität je nach Wlan manchmal schlechter, als wenn man eine gute Datenverbindung ohne Wlan hat. Ich probiere da noch ein wenig aus.

Für eine erste Erfahrung und eine erste Übertragung war der Besuch der Queen in Berlin #queeninberlin natürlich ein guter Moment. Direkt vor dem ADLON Hotel zu stehen, wo die Queen in der Präsidentensuite in der dritten Etage übernachtet, ein besonderer Moment und so konnten die ersten Follower von mir direkt einmal „live“ dabei sein – dann doch etwas anderes, als via NTV, N24 oder auch ARD und ZDF…

Ich hatte meinen Spaß und werde sicherlich bei besonderen Situationen öfter einmal Periscope verwenden. Ich hoffe wir sehen uns! Ich werde PERISCOPE in Zukunft garantiert häufiger einsetzen. Ich freue mich, wenn ihr mir bei Periscope unter „pureglamtv“ folgt! Bis bald!

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2 KOMMENTARE

  1. Hallo ich habe eine frage periscope hat mein periscope accaunt deakriviert wie kann ich das wieder herstellen?

    • Wende dich direkt an den Support von Periscope – alternativ lösche die Verbindung von Periscope und Twitter und starte von vorne… (abhängig von deinen Followern)

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