Samsung Gear360 Kamera im Test – Perfekte 360° Bilder und Videos?

Aug 15, 2016

Kaum ein Gerät hat in den letzten Wochen so viel Aufmerksamkeit verursacht, wie die Gear360 Kamera von SAMSUNG. Die erste 360° Kamera, die auf einfache Art Bilder und Videos für Hobbyfotografen und Profis erzeugen soll und dabei vom Gewicht und dem Umfang her besonders klein ist. Die ersten Bilder und Videos klangen vielversprechend, wie ist es aber im Einsatz als Luxus-Reiseblogger? Eignen sich die Fotos und Videos für eine Reisereportage? Bekommt man gemeinsam mit einer Gear-VR Brille wirklich das Gefühl “mittendrin” zu sein?

Samsung Gear360 Kamera im Test – Perfekte 360° Bilder und Videos?

Wenn man das Gerät das erste Mal in Händen hält, wird man automatisch an frühere Webcams erinnert, die noch auf dem Monitor platziert wurden. Die Samsung Gear360 wirkt ein wenig wie eine Mischung aus Golfball und Tennisball. Auf den ersten Blick schaut die Kamera einfach direkt interessant.

Bei genauer Betrachtung fallen sofort die zwei identischen Kameras auf, die für die Rund-um-Bilder sorgen und jeweils mit einer leichten, transparenten Schutzhülle versehen sind. Am oberen Ende der Aufnahmeknopf und ein kleines Display, auf der Seite ein Menu-/Bluetooth-Button und der Ein-/Ausschalter. Auf der gegenüberliegenden Seite der Platz für den Akku, die Mini-SD-Karte für die Aufzeichnung der Fotos und der USB-Stecker zum Laden und zur Verbindung der Kamera.

Wer bereits einmal 360° Videos oder Fotos aufgenommen hat, wird die großen Rigs kennen, wo mehrere Action-Kameras oder Systemkameras montiert sind und je nach Ausführung zwischen 5.000 und 15.000 US-Dollar kosten. Die neue Gear360 von Samsung hat einen UVP von 379,00 EUR und ist sofort im Handel erhältlich.

Der kleine Griff, der auch gleichzeitig als Mini-Stativ dient, eignet sich für “On-the-go-Videos” oder spontane Videoaufnahmen ohne große Vorbereitung. Perfekt für einen Luxus-Reiseblog. Die Kamera an einer besonderen Stelle aufstellen und die Follower und Leser direkt mit an die schönsten Orte der Welt nehmen. Alternativ kann jedes reguläre Stativ mit Standard-Schraube auch verwendet werden und die Kamera so auch an einem Gimbel oder einem großen Dreibein-Stativ aufgesetzt werden.

Gerade in den ersten Aufnahmen passiert es schnell, das die Rund-um-Aufnahmen noch etwas schief sind, da man am Griff nicht das einhundertprozentige Gefühl hat, die Kamera nun in alle Richtungen gerade auszurichten und zu halten. Also ruhig häufiger zum Stativ greifen!

Samsung Gear360 Kamera im Test – Inbetriebnahme und Start der Kamera

Die Kamera ist schnell mit einem Telefon gekoppelt, die Samsung Gear360 Anwendung auf dem Android Telefon (Samsung Galaxy S6/S6ege/S6edge+ oder S7/S7edge) installiert. Akku einlegen und eine Speicherkarte wählen. Empfohlene Größe 64GB für ca. 4500 Fotos und mehr als fünf Stunden Videos. Gerade wenn man auch Zeitraffer Aufnahmen mit der Kamera machen möchte, eignet sich größere Speicherkarte.

Natürlich kann die Kamera auch ohne direkte Koppelung mit einem Smartphone über den Aufnahmeknopf am oberen Ende der Kamera verbunden werden, die App macht die Benutzung aber um ein Vielfaches einfacher.

Über die Samsung Gear360 App habt ihr die perfekte Möglichkeit die Kamera zu kontrollieren, Bilder zu berechnen oder auch auf dem Smartphone direkt zu speichern. Ihr erhaltet einen direkten Vorschaumonitor für die Kamera und könnt die Ergebnisse auch sofort betrachten. Durch die Stitching-Funktion erhaltet ihr bei Fotos nach wenigen Sekunden bereits das perfekte 360° Bild und habt das Gefühl mittendrin zu stehen. Perfekt!

Aus der App können direkt die Videos in die sozialen Netzwerke hochgeladen werden, unabhängig ob YouTube, Facebook, Google+ – es gelingt sehr einfach und sehr schnell und die 360° Optik wird sofort erkannt und angezeigt. Für Windows-User besteht dazu noch die Möglichkeit die Videos anschließend mit dem Action-Director zu bearbeiten.

Wer wie ich, die Fotos und Videos öffentlich posten möchte, kann die Google-Street-View oder Google-Sphere Anwendung verwenden, die die Bilder der Samsung Gear360 direkt erkennt. Während die Foto-Qualität auch bei hochgeladenen Aufnahmen sehr gut ist – bietet die 4k-Videoauflösung noch etwas Optimierungsmöglichkeiten.

Samsung Gear360 Kamera im Test – Videofunktion bei der Kamera

Wer als Reiseblogger gerne ein Follow-me-around-Video macht, die Follower aktiv mitnimmt und auch einmal sich selbst mit der Kamera unterhält, sollte bei der Gear360 bedenken, dass sich die Bilder und Eindrücke viel schneller bewegen und viele User diese Videos bereits mit einer VR-Brille betrachten und jedes Wackeln so auch an die Zuschauer übertragen wird.

Es empfiehlt sich daher, die Laufwege vorher einmal genau anzusehen und primär lineare Strecken mit ebenem Untergrund zu wählen oder direkt die Kamera in den Mittelpunkt zu stellen und sich um die Kamera herum zu bewegen.

Samsung Gear360 Kamera im Test – Gear VR Brille

Die ebenfalls angebotene VR-Brille von Samsung gibt die Möglichkeit, die Bilder direkt im 360° Format anzusehen und so auch virtuell an besuchte Orte zurückzukehren. Eine Drehung des Kopfes dreht dann auch wieder entsprechend das Foto oder das Video auf der Brille, in der das Samsung Smartphone eingelegt ist.

Natürlich ist die Auflösung noch nicht vergleichbar mit einem QUHD-Fernseher, aber dafür kann man sich frei bewegen und wir befinden uns am Anfang der besonderen Technik, die in den nächsten Jahren voraussichtlich eine unglaubliche Entwicklung nehmen wird und auch bei mir als Luxus-Reiseblogger einfach zum Standard gehören wird.

Passend dazu wird es in Kürze die ersten Fotos einer Suite in Berlin geben, wo man als Luxus-Gast sofort das Gefühl bekommt, wie es ist, wenn man dort mehrere Tage übernachten kann und sich virtuell im Wohnzimmer, im Badezimmer und natürlich auch im Schlafzimmer der Suite bewegen kann. So erlebt man auf dem Luxus-Reiseblog besondere Hotels und Hideaways noch einmal ganz anders…

Samsung Gear360 Kamera im Test – FAZIT 360° Kamera für Rund-um-Fotos

Samsung gelingt mit der Samsung Gear 360° eine gute Kamera, die die neuen Möglichkeiten mit Fotos in alle Richtungen zu einem sehr fairen Preis ermöglicht. So erlebt man nun als Reisender ganz andere Eindrücke von luxuriösen Städtereisen, besonderen und traumhaften weißen Sandstränden und wunderschönen Swimming-Pools.

Mit einem Einstiegspreis von aktuell 379 EUR für die Kamera und ab 500 EUR für das entsprechende Smartphone ist nun die Möglichkeit gegeben, als Luxus-Reiseblogger und als Fotograf ganz andere Perspektiven anzubieten.

Die ersten 360° Fotos aus der Sanssouci Hotelsuite in Berlin findet ihr bereits online. Ich werde die Samsung Gear360 auch in den nächsten Wochen und Monaten noch unzählige Male einsetzen und freue mich schon auf weitere besondere Hotelsuiten, die ich euch dann mit der Gear 360 vorstellen darf.

Dieser Post wurde ediitiert am Apr 24, 2020 14:36

Keywords KameraSamsung