Reisetipps Vulkan Ätna auf Sizilien – Sehenswürdigkeit

Nach den ersten Eindrücken von Catania am Abend stand der Tag in Sizilien dieses Mal ganz im Zeichen von Ätna, dem größten und aktivsten Vulkan Europas und der kleinen Stadt Taormina. Ein Tag der Gegensätze oder vielleicht auch nicht? Frühes Aufstehen war an dem Tag für mich angesagt, um 08.00 Uhr sollte die Fahrt zum 30km entfernten Ätna Vulkan beginnen.

Anreise zum Vulkan Ätna

Die Fahrt zum Vulkan gestaltete sich sehr interessant und kurvenreich. Nachdem wir Catania verlassen hatten, sahen wir noch einige kleinere Dörfer auf der Fahrtstrecke, eher dann die Zivilisation weniger wurde, die ersten Ausläufer der Lavafelder erkennbar wurden und der Vulkan und die schneebedeckte Spitze immer deutlicher erkennbar wurden.

Aktivität Vulkan Ätna

Auf der Fahrt einige Informationen über die letzten großen und kleinen Ausbrüche und der Hinweis, die letzte zählbare Eruption war vor ca. 6 Monaten im November 2013. Die Lavafontänen schossen 600 Meter in den Himmel und waren somit die größten Ausbrüche in den letzten 20 Jahren. Zur Beruhigung trug die Aussage nicht sonderlich bei – eher schon der Hinweis, wenn der Vulkan dampft oder Gas austritt, kann es keine Eruption geben. Wie gut, dass ich schon auf 1200 Meter Höhe den Rauch sehen konnte.

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Landschaft um den Vulkan herum – Lava Spuren

Umso beeindruckender die sich ändernde Landschaft, wo die Lava über Jahre erkaltet ist, wachsen wieder Pflanzen, am Straßenrand teilweise noch verlassene (oder auch zerstörte) Häuser, die teilweise vollständig von der Lava eingeschlossen wurden. Die Spitze des Vulkans wurde immer deutlicher erkennbar und der Schnee war auch am Straßenrand immer deutlicher.  Einige Stellen der Spitze waren jedoch nicht von Schnee bedeckt, da die Lava der letzten Jahre noch immer so warm war, dass der Schnee nicht liegen bleibt. Beeindruckend!

Seilbahn & Skigebiet

Auf gut 2000 Meter Höhe dann der letzte Stop für meine Gruppe. Die Talstation der Seilbahn und der letzte Punkt, wo öffentliche Fahrzeuge erlaubt waren. Hinaus ging es ca. 15 Minuten lang mit der Seilbahn auf 2500 Meter Höhe in den Schnee, vorbei an den unbenutzten Skipisten und Sesselliften der Wintersaison.

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Bergstation am Ätna

Oben angekommen empfängt einen der Schnee und eisiger Wind, Temperaturen von minus 5°C und kaum Sonnenschein. Der Nebel macht sich bemerkbar und ich bin wirklich froh, dass auf der Bergstation die Option gibt, sich Thermojacken und feste Winterschuhe zu leihen. Unsere freundliche Reiseleiterin erklärte schon bei der Auffahrt, dass wir anschließend mit einer Wanderung beginnen werden.

Unimogs im Schnee

Eine Wanderung? Durch den Schnee? Eis und Nebel? Ich war wirklich gespannt, was auf mich zukommen würde. Zum Glück waren die Verantwortlichen des „Ätna Nationalparks“ –  UNESCO Weltnaturerbe – ähnlicher Meinung und haben eine Ausnahme gemacht und wir durften die Unimogs mit Schneeketten nutzen, obwohl diese nur im Sommer sonst angeboten wurden.

Die Fahrt ging damit allerdings noch weiter hoch auf den Berg, 2800 Meter Höhe, Temperaturen nicht mehr messbar und ein eisiger und feuchter Wind. Ich dachte nach den Tagen im Schnee in den letzten Wochen, gäbe es nur Sommer und Sonne – aber es war anders.

Lavafeld & Kraterrand

Der „Wandertag“ wurde dann auf einem ehemaligen Lavafeld fortgesetzt, zwischen Schnee und Lavastaub ging man bis an den Rand von einem der über 200 Krater des Ätnas und was konnte man sehen?

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Nebel! Nichts als Nebel! Der freundliche Führer, mit dem wir die gefühlten 2000 Meter über die Lavafelder gepilgert sind, erklärte dann mit seiner charmanten englischen/italienischen Art, wir müssten ihm vertrauen, dass man sonst den Krater sehen könnte und auch traumhaft über Sizilien blicken könnte. Nur heute leider nicht…

Fazit – Erfahrung Besichtigung des Ätna Vulkans auf Sizilien

So bleibt meine Erfahrung, ein beeindruckender Berg mit fantastischen Lavafeldern und einer üppigen Natur, dazu vermutlich auf der Bergspitze eine tolle Kulisse und ein traumhafter Blick über Sizilien. Ich musste dabei allerdings auch an meine Erfahrung mit den Walen und Delphinen, während der Tage auf Teneriffa zurückdenken…

Der Trost kam dann einige Tage später, als man mir anbot, den Vulkan in den nächsten Wochen noch einmal zu besuchen und vielleicht dann auch Fotos für meinen Fashionblog zu machen, mit einem tollen Sommerkleid. Daher kann ich euch heute nur schöne „Nebelfotos“ bieten…

Was ich in Taormina erlebt habe, erfahrt Ihr dann im nächsten Bericht – auf jeden auch einmal wieder ganz anders, als ich es mir eigentlich vorgestellt habe. Für heute erst einmal wieder “Arrivederci Sicilia”.

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