HEat Restaurant Berlin – Internationale Küche an der Spree

Mai 24, 2015

Wenn ich in Berlin zu Gast bin – genieße ich es immer wieder, spontan zu entscheiden, wo man zu Abend essen möchte. Die deutsche Hauptstadt ist so vielseitig und gerade das macht Spass. Ob eine typische Berliner Currywurst am Straßenrand, ein Burger in einer neuen hippen Burger-Buden oder ein gepflegtes Sterne-Restaurant. Wenn man dazu noch in einer Gruppe von mehreren Personen ist, wird es meistens etwas schwieriger das perfekte Restaurant zu finden. Ein Kandidat ist bei mir immer wieder das HEat Restaurant in der Nähe des Fernsehturms, gegenüber vom Berliner Dom, direkt an der Spree – im Radisson Blu Hotel Berlin (Karl-Liebknecht-Straße 3, 10178 Berlin)

Nachdem ich im letzten Jahr schon einmal im HEat Restaurant zu Gast war und auch im Radisson Blu Hotel Berlin übernachtet hatte, freute ich mich bei meinem erneuten Besuch, die Änderungen im Restaurant einmal live zu sehen. Der Grundstil des Restaurants mit der offenen Küche und den Tandori-Öfen ist beibehalten worden, der Boden erstrahlt in neuen Farben, die Säulen sind mit Holz verziert, dazu neues Mobiliar welches den “wilden und urbanen” Charakter des Restaurants noch mehr unterstreicht.

Hinzu kommt die offene Küche und die Mischung der Speisekarte in drei Richtungen – indisch – Grill – Steinofen – und doch war es am Abend schon wieder extrem gut gefüllt. Bereits in der Woche, das Restaurant gut gefüllt, wie gut das man ein Tisch am Fenster mit direktem Blick auf den Dom und die Spree vorab telefonisch reserviert hat (+49 30 238283472). In den Sommermonaten kommt die große Außenterrasse mit Sonnensegeln und Fackeln noch hinzu. Das muss ich mir einfach noch einmal genauer anschauen, vielleicht zu Zeiten der Fashionweek…

HEat Restaurant Berlin
Karl Liebknecht Straße 3
10178 Berlin
Tischreservierung: Open Table
Tischreservierung telefonisch: +49 30 238283472
Küche: International – indisch, Grill
Speisekarte HEat Restaurant

Eine freundliche Begrüßung, aktuelle Angebote, besondere Speisen und Möglichkeiten werden persönlich angesprochen und sind teilweise auch an den Wänden über der Küche transparent gemacht. Eine gute Mischung zwischen Information und Vorstellung der Küche. Das Konzept, “sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben…” wird auch hier aktiv angesprochen. Gerade wenn man wie ich, regelmäßig abends in Restaurants ist, freut man sich über Abwechslung und bei Aufenthalten von 10-14 Tagen in einem Hotel mit angeschlossenem Restaurant, kennt man die Speisekarte sehr schnell.

Neben einer durchdachten und nicht überfüllten Speisekarte mit verschiedenen Richtungen, gibt es immer wieder aktuelle Specials – ob Spargel im Mai oder herzhafte Gerichte in der Vorweihnachtszeit – “Yes I can” wird hier auch am Gast gelebt und das ist für mich ein Grund, häufiger vorbeizukommen.

Die Entscheidungen – wie immer etwas schwierig. Zu viele Überlegungen und Gerichte, worauf ich einfach Lust habe, die ich probieren möchte. Darf es eine Spur asiatisch sein – darf es auf den indischen Kontinent gehen oder doch Fleisch aus Namibia und Argentinien, obwohl eine frisch zusammengestellte Pizza mit frischem Serano-Schinken aus dem Steinofen klingt auch verlockend.

Die Wahl des Abend fiel doch auf eine Tom Kha Gai Suppe mit Hühnerbrust, Kokosmilch, Pilzen und Zitronengrass. Wo immer ich unterwegs bin – Tom Kha Gai gehört sehr häufig zu meinen Vorspeisen. Der Geschmack sehr gut, kein zu intensives Zitronengras und doch gut erkennbar. Eine schöner Beginn des Abends, der von einem HEat Salat mit Lachs ergänzt wurde.

Der Salat sehr frisch vom Geschmack, das Dressing passend gewählt, aber auch hier nicht zu dominant – der Salat machte Lust auf Frühling, auf Sommer und ich kann mir durchaus vorstellen, diesen Salat oder eine Kombination mit Rinderfilet oder Hühnerfilet auch im Sommer auf der Terrasse mit Blick auf den Berliner Dom und das neue Stadtschloss noch einmal zu bestellen. Dazu ein frischer Eistee und perfekt wäre der Sommertag in Berlin.

Da die Temperaturen aber noch nicht ausreichend waren, genoss ich das besondere Interior, mit einem Hauch Afrika und den künstlichen Kaminen und freute mich auf die nächsten Speisen…

“Share your plate” – das Gericht mit dem Tischnachbarn teilen, ist für die Mitarbeiter überhaupt kein Problem, es wird gleich doppelt eingedeckt und ist keine Herausforderung für die Mitarbeiter. Durch viele Empfehlungen wurde einerseits das “Tandoori Chicken Tikka” bestellt mit einem kleinen Tomaten-/Gurkensalat, einer indischen Sauce und dem geliebten Naan-Brot und andererseits ein “Grünes Curry” was nicht direkt auf der Speisekarte stand, von den Mitarbeitern aber als Alternative angeboten und empfohlen wurde.

Die Schärfe, gerade bei rotem und grünem Curry aus Erfahrung immer ein gewisses Risiko, war vorhanden – aber nicht zu intensiv und ich würde es einerseits weiterempfehlen, aber andererseits auch jederzeit selbst wieder bestellen. So kenne ich Asien und so liebe ich es.

Es war ein sehr schöner Abend im HEat Restaurant in Berlin in direkter Nähe des Berliner Doms und des Alexanderplatzes, gute Unterhaltung, ein aufmerksamer und sehr freundlicher Service und durchweg sehr faire Preise. Mitdenkendes Personal – die Kleinigkeiten, die einen Abend besonders machen, passieren automatisch und so fühlt man sich wohl und geht mit einem guten Gefühl nach Hause (oder hat das Hotelzimmer direkt im Hause…)

Wie kann man ein Restaurant besser beurteilen und einschätzen – wie wenn man am nächsten Abend direkt noch einmal hingeht und das “Meeting” und die “Erfahrung” fortsetzt. Der Blick auf die Speisekarte und der Service hat einfach Lust auf mehr gemacht und dieses Mal wurde es nicht asiatisch sondern “international”.

Neben einer Antipasti-Platte (die natürlich geteilt werden konnte), gab es als Hauptgänge eine besondere Pizza aus dem Steinofen (den man als Gast auch sehen kann und weiß, worauf man sich freut). Ein schöner dünner Pizzaboden, eine leckere, aber nicht zu harte Kruste und das richtige Verhältnis zwischen Belag und Boden.

Ergänzt wurde das Abendessen durch ein Rinderfilet aus Namibia (welches Ihr oben auch bereits auf dem großen Bild sehen könnt). Man sagt den namibischen Rindern nach – sie wären die glücklichsten Rinder, durch eine Low-Stress-Zucht, unbegrenztes saftiges Weideland und keine Massentierhaltung. Der Geschmack schwer zu beschreiben – man muss es einfach erlebt haben. Nicht zu dominant im Fleischgeschmack sondern sanft, nicht so süßlich, wie Nebraska Rind (welches häufig mit Mais aufgezogen wird) und doch eine edle Variante des argentinischen Rindes.

Man sagt, wer einmal Rinderfilet aus Namibia gegessen hat, wird immer wieder darauf zurückgreifen und auch ich kann diese Eigenart bestärken. Der Geschmack einzigartig und direkt mit der Lust auf mehr. Ich kann Euch nur empfehlen, macht niemals “Share your plate”, wenn Ihr ein Rinderfilet aus Namibia habt – seid’ egoistisch und teilt es mit niemandem! :-)

Abgerundet wurde der zweite Abend dann mit einem besonderen grünen Tee, deren Blüte sich im Glas entfaltet und den Geschmack mehr und mehr frei gibt. Das Aroma, fast eine leichte Spur süsslich und doch passend für den Abend…

Eine kleine Sünde nach den zwei Tagen musste dann aber doch noch sein – ein HEat Eisbecher mit Vanilleeis und frischen Erdbeeren – etwas sommerliches Gefühl – auch bei Temperaturen um die 10°C war am späten Abend dann doch noch erlaubt.

FAZIT HEat RESTAURANT – KARL LIEBKNECHT STRASSE – BERLIN

Das HEat Restaurant hat mich, wie vor einem Jahr erneut überzeugt und ich würde es uneingeschränkt weiterempfehlen. Ein sehr freundliches Team von Mitarbeitern, eine gemütliche Atmosphäre und eine tolle Speisekarte. Das Konzept der offenen Küche, immer wieder für Gäste ein Erlebnis. Eine Besonderheit ist der aktive Weg “Wir machen es möglich”. Man hat als Gast niemals das Gefühl, man darf besser nicht fragen und sollte das Essen so wählen, wie es angeboten wird.

Hinzu kommt eine schöne Mischung von verschiedenen Küchen – ob indisch/asiatisch – ob Grillspeisen mit hervorragendem Fleisch – bis hin zu leckerer Pizza aus dem Steinofen. Das HEat ist HOT – und nicht ohne Grund immer wieder so beliebt, bei vielen internationalen Gästen, aber auch vielen Einwohnern aus Berlin. Ich kann Euch daher nur dringend empfehlen – einen Tisch vorzubestellen (siehe oben) und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch. Das HEat ist für mich eine absolute Empfehlung!

Dieser Post wurde ediitiert am Apr 24, 2020 13:58

Keywords BerlinRadisson