[ANZEIGE] Kinotipp – Die Verlegerin – Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg

Wer unseren Blog schon länger verfolgt, wird längst wissen, dass wir alle Kino- und Filmfans sind und gerne auch einmal gemeinsam darüber berichten. Ganz unabhängig ob es ein Actionfilm, ein Liebesfilm, eine Romantikkomödie oder auch ein Film ist, der sich mit Zeitgeschichte beschäftigt und diese auf die große Leinwand bringt. Bei uns ist es immer, neben der Story auch ganz abhängig, wer den Film produziert hat und welche Darsteller dabei sind. Meryl Streep, Tom Hanks als Darsteller und Steven Spielberg als Produzent garantieren ein Meisterwerk.

Der Filmtipp - Die Verlegerin - Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg - Die Pentagon Papers

Kinotipp – Die Verlegerin – Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg

Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan von Meryl Streep und habe bereits mehrere Filme mit Meryl Streep gesehen und finde Sie eine perfekte Charakter-Darstellerin.

Es gibt kaum eine Darstellerin, die sich so perfekt in die Rolle und in die Person herein versetzen kann und diese Rolle lebt. Nicht ohne Grund hat Meryl Streep bereits drei Oscars als Hauptdarstellerin erhalten und ist auch für meinen Kinotipp „Die Verlegerin“ wieder für den Oscar nominiert worden. Hinzu kommen neun weitere Golden Globe Auszeichnungen und viele weiteren Auszeichnungen auf der Welt. Wenn sich Meryl Streep für einen Film entscheidet, dann kann man nahezu davon ausgehen, es ist wieder ein Meisterwerk.

Der Filmtipp - Die Verlegerin - Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg - Die Pentagon Papers

Wenn der männliche Hauptdarsteller dann noch Tom Hanks heißt, der selbst zwei Oscars  und vier Golden Globes erhalten hat, kann man sich auf einen besonderen Film freuen.

Ich persönlich mag Darsteller, die absolut wandlungsfähig sind und in der Rolle vollständig aufgehen. So habe ich zuletzt zwei Filme mit Tom Hanks mir angesehen und fand beide Filme sehr gelungen. So unterschiedlich die Filme in der Handlung, in der Schnittführung und den Momentaufnahmen sind, so gut verkörpert Tom Hanks jede einzelne Rolle und das auch wieder bei dem aktuellen Film „Die Verlegerin“.

Produziert wird der Film von niemand geringerem als Steven Spielberg, der mit Tom Hanks bereits vier Filme zusammen produziert hat und nun auch zum ersten Mal mit Meryl Streep bei diesem besonderen Film der amerikanischen Geschichte zusammenarbeiten konnte. Doch wovon handelt der Film „Die Verlegerin“?

Der Filmtipp - Die Verlegerin - Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg - Die Pentagon Papers

Kinotipp – Die Verlegerin – Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg – HANDLUNG

Der Film beginnt im Jahr 1971 und handelt von der Zeitungsverlegerin Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep), die erstmals als Frau an der Spitze eines Zeitungskonzerns – der renommierten „Washington Post“ – steht und kurz vor dem Börsengang der Zeitung durch ihren Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) auf einen Vertuschungsskandal aufmerksam gemacht wird, der vier US-Präsidenten betrifft.

Als Frau hatte man Anfang der siebziger Jahre sowieso einen sehr schweren Stand und Kay Graham steht nun vor der vielleicht schwierigsten Entscheidung des Lebens – soll man diese Nachrichten veröffentlichen, für die Pressefreiheit kämpfen und damit die eigene Freiheit, die Zukunft der „Washington Post“ und der unzähligen Mitarbeiter riskieren oder sich von dem Druck der Regierung einschränken lassen.

Der Filmtipp - Die Verlegerin - Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg - Die Pentagon Papers

Häufig wird bei politischen Skandalen immer von der „Watergate Affäre“ (eine Reihe von gravierenden „Missbräuchen von Regierungsvollmachten“ die es durch die Regierung von Präsident Nixon gegeben hat, die im Jahre 1974 zum Rücktritt Nixons führte) gesprochen, doch die „Pentagon Papers“  sind der zweite große politische Skandal, der vertuscht werden sollte.

Der Film „Die Verlegerin“ beschreibt die ersten „Leaks“ der Geschichte und orientiert sich vollständig an den Tatsachen der damaligen Zeit und beschreibt das Leben und die Konflikte der Zeitungsverlegerin Katharine „Kay“ Graham, die um die Pressefreiheit und den ersten und bekanntesten Verfassungszusatz der USA kämpft.

Kinotipp – Die Verlegerin – Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg – Der erste Verfassungsgrundsatz

Der erste und berühmteste, sehr häufig zitierte Verfassungszusatz der US-Verfassung besagt, dass der Kongress auch in Zukunft kein Gesetz erlassen darf, welches die Einführung einer Staatsreligion zum Gegenstand hat, die freie Religionsausübung verbietet, die Rede- oder Pressefreiheit oder das Recht des Volkes einschränkt, sich friedlich zu versammeln und die Regierung um die Beseitigung von Missständen zu ersuchen.

Gerade dieser Zusatz wird in der aktuellen Zeit wieder sehr häufig zitiert und genau darum kämpfte Kay Graham für die Menschen der USA und die „Washington Post“. Soll man die Vertuschung der US-Regierung in den 70er-Jahren ignorieren oder hat man als Presse das Recht, darüber berichten zu dürfen.

Im Urteil (403 U.S. 713) des Obersten Gerichtshofs der USA: New York Times gegen Vereinigte Staaten von Amerika – wurde noch einmal explizit von Richter Hugo Black definiert, dass die Gründerväter genau diese Freiheit der Presse gewünscht haben, um den Schutz der Demokratie wahrnehmen zu können.

Ebenso wurde dort auch klar gestellt, dass die Presse den Regierten (also dem Volk) dienen sollte und nicht den Regierenden (in dem Fall u.a. dem US-Präsidenten). Die Macht der Regierung, die Presse zu beschneiden, wurde ausdrücklich ausgeschlossen, um unabhängig und uneingeschränkt berichten zu können.  Die Presse soll genau diese Möglichkeit haben, über Missstände berichten zu können und Fehler der Regierung aufzudecken. Statt die Zeitungen zu bestrafen, sollte man diesen Respekt für den Mut zollen.

Der Filmtipp - Die Verlegerin - Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg - Die Pentagon Papers

Kinotipp – Die Verlegerin – Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg – „Die Pentagon Papers“

Die „Pentagon Papers“ handeln von 7.000 Seiten der höchsten Geheimhaltungsstufe, die viele Regierungsgeheimnisse enthalten haben und wurde im Jahr 1967 vom damaligen Verteidigungsminister Robert McNamara erstellt und bekam den Titel „Geschichte US-amerikanischer Entscheidungsfindungen in Vietnam zwischen 1945-1966“.

Auch wenn es nach einer regulären Dokumentation klang, so enthielt der Bericht viele Informationen über Täuschungsmanöver im Bezug auf den Vietnam-Krieg, wobei fast 60.000 US-Soldaten starben. Während sich nach außen hin vier Präsidenten offiziell für Frieden in der Region einsetzten, wurde hinter den Kulissen durch Militär und CIA der Krieg in Vietnam immer weiter forciert und unterstützt.

Die vier Präsidenten, Truman, Eisenhower, Kennedy und Johnson waren über Attentate, Missachtungen der Genfer-Konventionen, manipulierte Wahlen und zahlreichen Lügen vor dem Parlament informiert und griffen jeweils nicht ein.

Als der Bericht anschließend zunächst der New York Times zugespielt wurde und diese nach drei Monaten Recherche sich entschlossen hatte, diese Seiten zu veröffentlichen, wurde die Zeitung von der Regierung geschlossen.

Katherine Kay Graham stand vor der Wahl, ob sie den Platz der New York Times nun mit der „Washington Post“ einnehmen möchte und die Zukunft der Zeitung auf das Spiel setzen möchte oder sich für die Grundrechte der amerikanischen Bürger und gegen die Vertuschung einsetzen möchte.

Kinotipp – Die Verlegerin – Meryl Streep, Tom Hanks, Steven Spielberg – „Die Pentagon Papers“ – FAZIT

Für mich gehört der Film „Die Verlegerin“ bereits jetzt zu den absoluten Kino-Highlights des Jahres mit zwei außerordentlich Darstellern und einer brisanten Geschichte, die gerade in der heutigen Zeit wieder sehr aktuell ist.

Auch wenn der Film in den siebziger Jahren spielt, so ist die Geschichte vermutlich selten so aktuell gewesen und daher ein ganz klarer Kinotipp von mir. Der Film ist ab 22. Februar 2018 im Kino und ich werde mir den Film sicherlich dann in den nächsten Tagen ansehen.

Es würde mich nicht  wundern, wenn Meryl Streep für den Film erneut mit einem Oscar prämiert wird und auch ein Zeichen damit für Pressefreiheit und „freie Rede“ gesetzt wird. Ein Film mit einer Länge von 116 Minuten, der mich absolut beeindruckt hat und von einer starken und mutigen Frau erzählt.