Canon 77D – Die Allround-Kamera für YouTuber, Blogger, Hobbyfotografen – Erfahrungen

Der erste Kontakt mit der Canon 77D löste bei mir zunächst Verwirrung aus und ich konnte die Richtung nicht klar einstufen? Ist es eine Kamera für Anfänger oder Profis, eine Kamera für Hobbyfotografen oder anspruchsvolle Blogger und YouTuber – oder ist es einfach eine Kamera für alle fotobegeisterten Menschen? Die Erfahrungen und ersten Eindrücke zeigen, die Canon 77D ist eine Kamera für alle Foto- und Videofans und siedelt sich genau zwischen den bekannten Kameras 700D, 750D, 800D und den größeren Kameras, wie z.B. der Canon EOS 80D an und bietet eine perfekte Verbindung und eine gute Alternative.

Canon 77D Produkttest und Bewertung - Erfahrung mit der Canon Kamera - Technikblogger Vanessa Pur - Vergleich Canon EOS 200D vs. EOS 800D vs. 77D - Unterschiede, Vorteile, Handling

Canon 77D – Die Mittelklasse für Hobbyfotografen, Blogger und YouTuber mit neuer Technik und 18-135mm Objektiv.

Für meinen Langzeittest verwende ich die Canon 77D mit dem im Kit enthaltenen Objektiv 18-135mm, welches ich schon von den Vorstellungen der Canon 80D auf meinem Blog kannte und bereits damals begeistert war.

Bei Fotografen und ambitionierten Hobby-Kamera-Nutzern wird man bei einem Kit-Objektiv immer zunächst verwundert angesehen, bis die ersten Bilder oder Videos damit gezeigt werden und das 18-135mm gehört für mich zu den besten Objektiven, die für Einsteiger oder als Komplettset angeboten werden. Man hat ein wirkliches All-in-One-Objektiv haben möchte, kann man mit diesem Objektiv nichts falsch machen.

Canon 77D Produkttest und Bewertung - Erfahrung mit der Canon Kamera - Technikblogger Vanessa Pur - Vergleich Canon EOS 200D vs. EOS 800D vs. 77D - Unterschiede, Vorteile, Handling

Das Objektiv liegt sehr gut in der Hand, deckt mit dem Zoom von 18-135mm alle wesentlichen Anforderungen hat und bietet mit Blende 3.5-5.6 gute Lichtstärken für Anfänger und Hobbyfotografen. Durch den APS-C-Sensor, steht mir somit ein Objektiv mit einem Zoom von 28mm bis 210mm zur Verfügung.

Ich kann damit sowohl die Landschaft auf einer Kreuzfahrt gut fotografieren, das Hochzeitspaar bei der Feier, aber auch ganz spontan in schwierigen Lichtmomenten durch den Bildstabilisator noch saubere Fotos machen, ohne Verwackeln. Mit diesem Allround-Objektiv bekommt man als Anfänger und Amateur einfach Spass an der Fotografie. (Ich setze es selbst ab und zu bei einigen Videos ein, wenn ich eine zweite Perspektive brauche)

Während ich vor wenigen Tagen die Einstiegskamera Canon EOS 200D vorgestellt habe, siedelt sich die neue Canon EOS 77D zwei Kategorien oberhalb der 200D an und bietet somit weitere  interessante Funktionen und Werte, wie z.B.:

  • 24,2 MP APS-C- CMOS Sensor
  • Dual Pixel Autofokus (ideal für Live-View und Videoproduktion) – siehe Blogpost
  • Autofokus-Sensor mit 45 Messfeldern
  • Zusätzliches LCD Display auf der Kamera zur schnellen Einstellung
  • Zwei Einstellräder (ein Rad vor dem Auslöser angebracht, das zweite auf der Rückseite unterhalb des Daumens)
  • Der neue Digic 7 Prozessor
  • 6 Bilder pro Sekunde
  • Videoaufnahmen mit Full-HD und bis zu 60 Bildern pro Sekunde (ideal für Zeitlupen)
  • Externer Mikrofon-Eingang (meine Empfehlungen zu Mikrofonen)
  • Verbindung über WiFi und Bluetooth mit Smartphone und Computer möglich

Der größte Unterschied, der im Vergleich zur Canon EOS 800D direkt auffällt, ist der zusätzliche Bildschirm, das zweite Einstellrad auf der Rückseite und natürlich die „AF-ON“-Taste.

Canon 77D Produkttest und Bewertung - Erfahrung mit der Canon Kamera - Technikblogger Vanessa Pur - Vergleich Canon EOS 200D vs. EOS 800D vs. 77D - Unterschiede, Vorteile, Handling
Vergleich Canon 200D (links) und Canon 77D (rechts)

Anfangs habe ich der „AF-ON“-Taste auch keine große Bedeutung beigemessen, habe ich doch die Funktion für den Autofokus auch beim halben Drücken des Auslösers. Doch der gravierende Unterschied ist, wenn man die Entfernung gefunden hat, bleibt diese bestehen und fokussiert nicht wieder neu.

Sehr hilfreich ist es, z.B. bei der Food-Fotografie, wenn man verschiedene Objekte auf dem Teller liegen hat. Das Objektiv muss nicht mehr auf „manuell“ gestellt werden, sondern man wählt einmal den Abstand zum Teller und geht dann mit der Kamera etwas weiter weg oder dichter an das Essen ran, bis man das gewählte Objektiv scharf fokussiert hat.

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Vergleich Canon 200D (links) und Canon 77D (rechts)

Dazu ist der zweite Monitor für mich immer wieder wichtig, gerade wenn ich aus schwierigen Positionen fotografiere, die Kamera dicht am Boden liegt oder bei Nachtaufnahmen. Welche Blende ist eingestellt, welche Belichtungszeit – ein Blick von oben auf die Kamera und ich kann die Werte schnell anpassen.

Dazu ist das zweite Einstellrad für mich, die tausende von Fotos pro Jahr und Videos macht, einfach eine Bequemlichkeit. Spontan je nach gewähltem Programm die Belichtung und/oder Verschlusszeit ändern, kein Wechsel mehr durch Programme oder Menüs – ich fokussiere das Motiv und kann schnell noch einmal mit Daumen und Zeigefinger die Einstellungen anpassen – ohne große Schwierigkeiten und ohne das Motiv neu auswählen zu müssen. Perfekt und einfach!

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Die Canon 77D bietet eine Kombination aus der bekannten 7xx-Serie und vielen Elementen der höherpreisigen Canon 80D-Serie und reiht sich daher in die Kamera-Serie mit zwei Zahlen unterhalb der 80D ein. Für den Konsumenten sehr angenehm ist der deutliche Preisabschlag im Vergleich zur 80D.

Der wichtigste Faktor für mich ist natürlich bei einem aktuellen Modell von Canon wieder die Dual-AF Funktion, die in nahezu allen Alltagssituationen gestochen scharfe Bilder garantiert und auch für Anfänger und Hobbyfotografen eine gute Möglichkeit bietet, direkt am Anfang auch gut Fotos mit freigestellten Objekten zu bekommen. Ich kann mir aktuell gar nicht mehr vorstellen, ohne diese Funktion meine Aufnahmen zu machen.

Canon 77D – Die Mittelklasse für Hobbyfotografen, Blogger und YouTuber – Eindruck und Handling.

Die Canon 77D verfügt über 24 Megapixel und einer maximalen Auflösung von 6000 x 4000 Pixeln. Häufig werde ich von Bloggern gefragt, ob es ausreichend ist oder ob man doch eher eine Kamera mit 30 MP oder gar 50 MP nehmen sollte und ich kann diese Blogger immer beruhigen.

Für einen Blogpost verwendet man häufig 1500 x 1000 Pixel bei Fotos, somit könnt ihr 16 Ausschnitte aus dem Originalbild herausnehmen und müsst noch immer nicht zoomen oder bekommt eine schlechtere Bildqualität. Es ist also absolut ausreichend und auch für Poster und Abzüge bis in das Format 100cm x 67cm sind die 24 Megapixel absolut ausreichend.

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Je höher die Megapixel werden, desto höher ist natürlich auch der benötigte Speicher und auch die Nachbearbeitung kostet deutlich mehr Zeit. Ich fotografiere aktuell auch mit einer Canon-Kamera mit 20,2 Megapixel für meinen Blog und für andere Projekte und die Qualität ist mehr als gut.

Die Canon EOS 77D ist etwas größer als die Canon 200D, die ich vor wenigen Tagen vorgestellt habe und hat mit Akku ein Gewicht von ca. 540 Gramm und ist damit ebenso für Anfänger, YouTuber und Blogger geeignet. Mit dem in diesem Erfahrungsbericht verwendeten Kit-Objektiv von 18-135mm hat die Canon 77D ein Gewicht von 1060 Gramm und liegt sehr ausgeglichen und ausgewogen in der Hand.

Canon 77D Produkttest und Bewertung - Erfahrung mit der Canon Kamera - Technikblogger Vanessa Pur - Vergleich Canon EOS 200D vs. EOS 800D vs. 77D - Unterschiede, Vorteile, Handling
Vergleich Canon 200D (links) und Canon 77D (rechts)

Was sofort auffällt, ist die veränderte Anordnung einiger Funktionen im Vergleich zur Canon 200D, so ist das Programmrad und der Ein-/Ausschalter, sowie die Videofunktion links neben den optischen Sucher gewandert, auf der rechten Seite befindet sich das LCD-Display mit Anzeige zur Batteriereichweite, eingestellter ISO-Wert, Belichtungskorrektur, sowie Verschlusszeit und Blende, dazu passend auch die Anzeige ob der WiFi-Modus aktiv ist oder ausgeschaltet ist.

Über dem Display befindet sich die Taste für die Auswahl der Autofokus-Messemethode, zur ISO-Einstellung und zur Beleuchtung des LCD-Displays, davor befindet sich das erste Einstellrad, sowie der Auslöseknopf.

Die WiFi-Taste, die sich bei der Canon EOS 200D noch auf der linken Seite vom optischen Sucher befand, ist zum zweiten Einstellrad umgezogen und liegt zwischen Daumen und Einstellrad und ist gut erreichbar, ohne jedoch störend zu wirken, daneben findet sich die Q-Taste für schnelle Einstellungen, sowie die Wiedergabe-Taste.

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Der Joystick mit AF-Funktion, Weißabgleich, Selbstauslöser und Farbprogrammen ist weiterhin vorhanden, der Außenkranz kann nun aber nicht nur als Wippe verwendet werden (wie bei der Canon 200D), sondern auch als zweites Einstellrad, mit vielen weiteren Funktionen.

Unterhalt des Einstellrades befindet sich nun noch der Mülleimer und eine Schalter, die das Einstellrad gegen unbeabsichtigtes Verstellen schützen sollen.

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Beim Einschalten der Kamera fallen sofort wieder die neuen Menüs auf dem 3 Zoll großen und Monitor mit einer Auflösung von 1,04 Megapixel auf. Perfekt gelöst für Anfänger, aber auch Hobbyfotografen. So verfügt die Canon EOS 77D über folgende Programme:

  • A+ – Automatische Motiverkennung
  • P – Programmautomatik
  • Tv – Blendenautomatik
  • Av – Zeitautomatik (mit unscharfem Hintergrund bis hin zu extremer Schärfe)
  • M – Manuelle Belichtung
  • Kreativfilter
  • SCN – Besondere Szene – je nach Situation die perfekten Einstellungen wählen
  • Sport – mit Verfolgungsoption und angepasst für schnelle Bewegungen
  • Nahaufnahme – für kleine Objekte, Foodaufnahmen, etc.
  • Landschaft – abgestimmte Farben und große Detailschärfe
  • Porträt – abgestimmte Belichtung für detaillierte Aufnahmen
  • CA – Kreativautomatik (z.B. weiche Farben, monochrom)
  • Blitz Aus – Aufnahmen ohne Blitz

Im Gegensatz zur Canon EOS 200D mit nur 9 Autofokusmessfeldern im Optischen Sucher, verfügt die Canon EOS 77D über 45 Messpunkte und ermöglicht damit eine deutlich kreativere und genauere Bildgestaltung.

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Wie auch bei dem Einsteigergerät kann ich auch bei der Canon EOS 77D vor allem zur Verwendung des klappbaren und drehbaren Monitors nur raten, der auch durch die DUAL-AF-Funktion eine präzise Fokussierung ermöglicht und somit für Anfänger und Fortgeschrittene schnelle und vor allem sehr gute Bildergebnisse garantiert.

Es macht einfach Spass, die Kamera in Händen zu halten, sich Motive zu suchen und dann über eine Berührung auf dem Touch-Monitor diese zu fokussieren und auf Wunsch auch direkt auszulösen. Ich verwende noch immer die Funktionen getrennt, ich selektiere über den Monitor, drücke dann aber jedoch den Auslöser auf dem rechten Zeigefinger durch. Es hat sich über die Jahre in der Fotografie bei mir einfach angewöhnt, aber für Einsteiger absolut praktisch.

Häufig werde ich gefragt, ob der Optische Sucher überhaupt noch nötig ist und doch finde ich es sehr wichtig, je nach Situation. Habe ich einen eingeschränkten Raum (wie z.B. im Restaurant), kann ich schneller und präziser durch den optischen Sucher fokussieren.

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In anderen Situationen wähle ich aber auch immer häufiger direkt die Live-View-Anzeige auf dem Monitor. Er ist nicht nur sehr präzise und schnell, sondern ermöglicht mir auch einen direkten Blick auf das fertige Bild, ohne die Kamera wieder neu anlegen zu müssen.

In Kombination mit dem Kit-Objektiv 18-135mm erhalte ich ein sehr gutes Set, für nahezu jede Lichtsituation. Wer bei Landschaftsaufnahmen oder im Restaurant noch ein lichtstarkes und günstiges Zusatz-Objektiv wünscht, welches dazu sehr klein ist, dem kann ich als Ergänzung das Canon Pancake Objektiv 24mm f2.8 empfehlen.

Dazu ist der Akku in der Kamera ausreichend für ca. 600 Fotos, bei Verwendung von Live-View und permanenter Fokussierung kann die Reichweite des Akkus natürlich sinken. Bei Videos, sowohl im Vlogging-Alltag, wie auch Talk-Videos über 60-90 Minuten hat der enthaltene Akku problemlos durchgehalten. Zur Sicherheit empfiehlt es sich trotzdem immer, einen weiteren voll geladenen Akku in der Handtasche oder im Fotorucksack zu haben.

Canon 77D – Die Mittelklasse für Hobbyfotografen, Blogger und YouTuber – Videoaufnahmen

Die Canon 77D ist für mich – ohne das Fazit vorwegzunehmen – eine perfekte YouTube-Kamera für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Die Kamera zeichnet wieder in Full-HD mit 60 Bildern pro Sekunde auf und ermöglicht somit auch wieder die beliebten und smoothen Fashion-Aufnahmen von wehenden Haaren, einer langsamen Drehung oder einer wippenden Bewegung des Rocks.

Genauso ist es damit problemlos bei Videoclips möglich, die Regentropfen als Zeitlupe einzufangen, wie diese auf ein Autodach tropfen und so eine Stimmung für das Szenario zu vermitteln ebenso wie Zeitraffer-Aufnahmen.

Canon 77D Produkttest und Bewertung - Erfahrung mit der Canon Kamera - Technikblogger Vanessa Pur - Vergleich Canon EOS 200D vs. EOS 800D vs. 77D - Unterschiede, Vorteile, Handling

Gerade wenn man Reisevideos dreht oder von einer schönen Aussicht im Vlog erzählen möchte, eignen sich Zeitrafferaufnahmen perfekt. Die Kamera bietet die Funktion die gewünschte Anzahl der Fotos und die Abstände zwischen den Bildern einzustellen und zeigt praktischerweise dann auch direkt die gesamte Aufnahmezeit, sowie die Dauer des Videoclips an.

Auch wenn es wieder heißt, die Kamera kann kein 4K-Video aufnehmen, so finde ich es als Blogger und YouTuber (seit 2010) überhaupt nicht störend, denn wer in 4K filmt muss auch die mindestens vierfachen Datenmenge verarbeiten können. Ein Video von einer Minute Dauer hat dann schnell bereits zwei oder drei Gigabyte Datenvolumen und ist daher für Anfänger und Hobbyfotografen in den meisten Fällen ungeeignet.

Warum soll ich als Konsument für eine Funktion bezahlen, die ich nur in den wenigsten Fällen nutzen kann. Diese Kamera ist eine Allround-Kamera, die für 99% der Konsumenten geeignet sein soll und nicht für große Medienproduktionen. Vielleicht wird in zwei bis drei Jahren 4K erwartet werden, bis dahin hat sich die Technik aber noch so weiter entwickelt, dass es andere Lösungen auch für die einfache Weiterverarbeitung für Amateure gibt. Dazu benötigt man, wenn man die Videos nach YouTube hochladen möchte, eine entsprechende Datenleitung, die ebenfalls nicht in allen Bereichen vorhanden ist.

Meine YouTube Videos als Wochenrückblick oder Tech-Reviews von 6-10 Minuten Dauer haben bereits in Full-HD eine Größe von 2,5 bis 4 GB, als 4K Video wären wir hier bei 10-15 GB (für ein einzelnes Video von gerade einmal 10 Minuten Länge!). Für Anfänger und Hobbyfotografen und Videofilmer ist diese Funktion daher völlig zweitrangig.

Viel wichtiger ist für mich als Nutzer, eine zuverlässige Autofokus-Kontrolle, die Gesichter in Videos auch bei Bewegungen verfolgt und womit ich als Anfänger und Vlogger problemlos stimmungsvolle Aufnahmen generieren kann.

Es ist durch die DUAL-AF Funktion egal, ob die Person von links nach rechts durch das Bild läuft, aus der Tiefe des Bildes kommt und anschließend an der Kamera vorbeigeht. Hat man das Objekt einmal fokussiert, wird diese zuverlässige Person beibehalten und durchgehend und vor allem automatisch scharf gestellt, während der Hintergrund auf Wunsch in einer Unschärfe aufgelöst wird.

Genauso kann man die Schwerpunkte in einem Bild oder Video verändern. Während im oben gezeigten Video zunächst das Glas mit den Nüssen fokussiert ist, sieht man später die Reaktion im Gesicht als scharf dargestellt (direkt auf Knopfdruck)

Für mich ein absolutes Kaufkriterium, sobald ich mit Videos anfangen möchte und eine Funktion, die mich nun schon seit fast zwei Jahren in meinen verschiedenen Kameras von Canon restlos begeistert und bei vielen Produktionen eine sehr große Hilfe war.

Sehr angenehm ist bei Videoproduktionen das Kit-Objektiv, welches über einen Stabilisierer verfügt und der auch bei Zoom-Aufnahmen des Objektivs noch sehr ruhige Bilder ermöglicht. Ich habe das identische Objektiv auf meiner Canon 80D und nutze es fast nur für Videos (gerade auch z.B. während der Fashionweek, Messen und Events), da es einfach praktisch ist. Ich kann für die Videos mit einem extremen Weitwinkel filmen, aber auch genauso einfach schnell Objekte und Personen heranzoomen und durchgehend die Schärfe beibehalten.

Mit dem neuem Digic7-Prozessor ist die Autofokus-Funktion noch zuverlässiger und genauer geworden und analysiert das ganze Bild. Während Kameras mit Digic6-Prozessor in seltenen Fällen sich durch andere Personen im Hintergrund noch ablenken lassen und dann darauf fokussieren, ist es in den Tests nahezu nicht passiert. Noch einmal eine weitere Verbesserung und damit ein deutlicher Pluspunkt im Vergleich zur höherwertigen (aber auch älteren) Canon 80D aus dem Jahr 2016.

Canon 77D – Die Mittelklasse für Hobbyfotografen, Blogger und YouTuber – FAZIT

Die Canon 77D ist die erfolgreiche Weiterentwicklung der beliebten Canon Serie von 550D, 600D, 650D, 700D, 750D/760D und nun der 800D und ist wohl nicht ohne Grund die voraussichtlich am meisten genutzte Kamera-Serie bei Bloggern und vor allem YouTubern. Ich habe vor ca. 18 Monaten einmal aufgeführt, welche YouTuber welche Kamera verwenden und es waren unglaublich viele Modelle aus dieser Serie vorhanden.

Die Canon 77D ist das Plus-Model der neuen Canon 800D und macht mit zusätzlichen Funktionen, wie zweitem Einstellrad, LCD-Display und AF-ON-Taste den Alltag um einige Faktoren einfacher.

Die Bildqualität, ist bei dieser Kamera wieder sehr gut und weit über vielen Mitbewerbern. Canon zeichnet sich hier mit natürlicher, fast etwas weichen Farben aus, die bei vielen Menschen als sehr angenehm empfunden werden und den Personen auf dem Foto schmeicheln.

Mit den einfachen und sich selbst erklärenden Menüs und Programmen gelingt mit der neuen Canon 77D bereits im ersten Eindruck eine sehr schnelle Einarbeitung und macht es auch Anfängern leicht, sofort Erfolge zu erzielen und Spass an der Fotografie zu erhalten.

Natürlich kann die Kamera mit der WiFi und Bluetooth Funktion auch wieder aus der Ferne oder mit dem Smartphone gesteuert werden, genauso können Bilder schnell von der Kamera zum Smartphone übertragen werden und dann mit der Welt z.B. auf Instagram geteilt werden.

Für Videofilmer eignet sich natürlich die Fernsteuerung der Kamera genauso, wie auch der herausklappbare und in Richtung des Objektivs drehbares Monitor. So hat man sich bei Videos immer selbst im Blick und muss manche Szenen nicht erneut drehen, weil man manche Produkte, die man vorgestellt hat oder manche Beauty-Tutorials nicht ganz mittig aufgenommen hat…

Dazu nutze ich die Smartphone-Verbindung immer wieder für eine Verknüpfung bei Langzeitaufnahmen oder Zeitraffer-Aufnahmen. Ist die Kamera erst auf einem Stativ montiert, löst man nur noch bequem aus der Ferne aus und es besteht kein Risiko von Verwackeln durch Berührung der Kamera oder des Stativs und man kann anschließend das Ergebnis leicht betrachten.

Canon 77D Produkttest und Bewertung - Erfahrung mit der Canon Kamera - Technikblogger Vanessa Pur - Vergleich Canon EOS 200D vs. EOS 800D vs. 77D - Unterschiede, Vorteile, Handling
Vergleich Canon 200D (links) und Canon 77D (rechts)

Für mich als Videofilmer und YouTuber ist es wichtig, ein externes Mikrofon anschließen zu können, da bei allen Kameras (unabhängig von Hersteller und Preisklasse), die internen Mikrofone für Videoproduktionen nicht ausreichend sind, gerade wenn in den Videos auch gesprochen werden soll. Daher empfiehlt es sich dringend – mit einem externen Mikrofon die Kamera zu ergänzen.

Was ich bei der Canon 77D in der Preisklasse gerade für YouTuber etwas schade finde, ist der fehlende Kopfhöreranschluss, der eine noch bessere Kontrolle der Audiosignale ermöglichen würde. Diese Funktion steht erst bei der Canon 80D zur Verfügung. Als Anfänger empfiehlt es sich daher, die Pegel auf dem Bildschirm zu betrachten (keine rote Balken!) und bei unbekannten Aufnahmesituationen zunächst eine Testaufnahme zu machen und diese vielleicht noch einmal am Laptop zu kontrollieren.

Das mache ich selbst auch nach langer Zeit bei YouTube und mit verschiedensten Kameras für Fotoproduktionen und Videoproduktionen. Die zehn Minuten, die man vielleicht durch den zusätzlichen Kontrolllauf verliert, sind nur eine Kleinigkeit, im Vergleich zu einem großen Tutorial, welches mehrere Stunden Produktionszeit benötigt und dann noch einmal neu aufgenommen werden muss – ganz unabhängig davon, dass die Lockerheit bei der zweiten Aufnahme und der Humor meistens verloren geht. Daher unbedingt vor der „großen Aufnahme“ noch einmal den Ton kontrollieren.

Canon gelingt mit der Canon 77D die erfolgreiche Weiterführung der der beliebten 6xx und 7xx-Serie und mit der 77D ein neues und interessantes Plusprodukt welches sowohl für Anfänger, wie auch Fortgeschrittene eine klare Empfehlung ist.

Gemeinsam mit dem 18-135mm Objektiv gelingt ein gut abgestimmtes Set, welches sowohl für Fashion-, Food und Detailaufnahmen geeignet ist, aber genauso auch zuverlässig auf eine Reise mitgenommen werden kann und für Blogger und YouTuber sehr gut geeignet ist und eine klare Kaufempfehlung (gerade im Kit) darstellt.

Wenn ihr noch weitere Fragen zu der Kamera habt, zur Anwendung, zu den einzelnen Funktionen oder auch für welche Szenarien die Kamera nutzbar ist, könnt ihr gerne unter dem Blogpost einen Kommentar hinterlassen. Ich werde versuchen auch diese Kamera, ähnlich wie die Canon 200D, noch als Video-Review auf meinem YouTube-Kanal vorzustellen.

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