Wie erstelle ich einen Blog – Anleitung Blogger werden – Anfänger

Immer wieder treffe ich in meinem Leben als Lifestyle Blogger auf Menschen, die überlegen einen Blog zu schreiben und sich nicht sicher sind, ob es wirklich Sinn macht. Oft höre ich dann auch die Frage „Wie erstelle ich einen Blog?“ und „Was muss ich dafür können oder wissen, um Blogger zu werden?“. Für genau diese Menschen und Freunde schreibe ich heute diese Anleitung für alle, die gerne mit dem bloggen anfangen wollen und Blogger werden wollen.

Soll ich wirklich Blogger werden? Lohnt es sich jetzt noch mit dem Bloggen anzufangen?

Wenn ihr auf meiner Information und Anleitung für Blogger Anfänger gelandet seid, dann steht euer Gedanke schon fast fest. Ihr wärt nicht hier, wenn es nur eine Laune wäre. Wahrscheinlich kennt ihr andere Blogger oder lest gerne andere Blogs und überlegt schon lange, ob ihr das nicht auch tun könntet.

Meine Empfehlung? Ja, probiert es einfach aus und guckt, ob es auf Dauer Spaß macht. Ihr habt nichts außer Zeit zu verlieren. Je länger ihr zögert und drüber nachdenkt, desto mehr Zeit verliert ihr, in der euer Blog schon laufen könnte. Wer Spaß am Bloggen hat und dabei bleibt kann es immer noch schaffen, zu den wichtigsten deutschen Blogs zu gehören.

Was muss ich vorher bedenken, wenn ich Blogger werden will?

Es kostet Zeit! Es ist ein neues Hobby und wird viel Aufmerksamkeit von euch beanspruchen. Es wird euch motivieren mehr zu erleben und mehr zu erkunden. Ihr werdet alles um euch herum mit anderen Augen sehen und viel mehr Fotos machen, als ihr es bisher schon getan habt. Fremde Menschen werden mehr von euch sehen, als es ohne Blog der Fall wäre.

Natürlich kann man durch den Blog auf Dauer auch Geld verdienen oder Produkt-Samples bekommen, allerdings sollte dies nicht der Grund für den Blog sein. Nicht, dass ein Blog unter dieser Vorstellung nicht läuft, aber die Leser verlieren schneller das Interesse, wenn es nur noch Advertorials, also Werbung, auf dem Blog gibt. Nehmt es lieber als netten Zusatz, wenn es auf Dauer zu euch passt.

Welche Ausrüstung brauche ich als Blogger? Anfänger Blogger Ausrüstung

Ihr braucht natürlich Internet und am besten Wlan zu Hause und wenn ihr unterwegs seid. Ihr braucht einen PC oder einen Laptop wenn ihr flexibel unterwegs bloggen wollt. Dazu braucht ihr noch eine Digital-Kamera, mit der ihr Fotos für den Blog machen könnt. Ein Smartphone ist ebenfalls hilfreich für sämtliche begleitende Social Media Aktivitäten. Einige Blogger Basics sind damit abgedeckt und können natürlich jederzeit optimiert werden mit entsprechender Ausrüstung und Ausstattung, wie z.B. Bildbearbeitung.

Welche Kamera brauche ich als Blogger? Blogger-Ausrüstung (Affiliate-Links)

Die beste Kamera zum bloggen liegt natürlich im Auge des Betrachters. Generell kann man einen Blog selbst mit guten Bildern vom Smartphone, wie dem Samsung Galaxy A5 oder dem Samsung Galaxy S7 füllen. Die Qualität der Bilder sind bei neuen Smartphones wirklich perfekt. Manche Blogger nutzen für ihre Blogbeiträge am Anfang sogar nur ihre Instagram Bilder.

Wer allerdings anstrebt mehr Leser und auf Dauer auch mögliche Kooperationen zu bekommen, sollte den Bildern mehr Wert beimessen und in eine gute Ausrüstung investieren. Wirklich gut sind hierfür z.B. die Kameras von Canon – von der Canon EOS 100D bis hin zur Canon EOS 80D gibt es viele verschiedene Modelle, die mit Touchscreen funktionieren und je nach Nische auch perfekt für Foodfotografie oder Modefotos mit dem richtigen Objektiv sind.

Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Auf Dauer ist es auch möglich seine Bilder an Kooperationspartner zu verkaufen. Hier wird eine gute Qualität der Bilder allerdings vorausgesetzt. Viele der Kameras eignen sich auch bestens für YouTube, falls man auch hier aktiv sein möchte, oder zumindest sich die Option für die Zukunft offen lassen möchte.

Manchmal macht es auch Spaß, wenn man nicht alleine bloggt und zumindest im Hintergrund zu zweit aktiv ist. Vielleicht schreibt einer die Texte und der andere kümmert sich um die Bilder? Es kann zum gemeinsamen Hobby in einer Beziehung oder Freundschaft werden und schweißt noch mehr zusammen.

Wie erstelle ich einen Blog? Wie eröffne ich meinen Blog?

Wenn man einen Blog schreiben möchte braucht man drei Dinge: einen Speicherplatz im Netz, eine Domain, eine Blogging-Platform und ein Blog Design. Was meine ich damit?

Speicherplatz für den Blog – man kann z.B. bei 1&1 einen Speicherplatz auf einem Server mieten, um selbst für Updates verantwortlich zu sein und damit besonders sicher zu sein. Alternativ kann z.B. 1&1 sich um alle WordPress-Updates kümmern, wobei dann nicht beachtet wird, um das gewählte Blog-Design schon mit den aktuellen Updates funktioniert. Abseits vom selbst-gehosteten Blogs, kann man bei WordPress oder Blogger einen Speicherplatz nutzen, wobei die Blogs damit anders in den Suchmaschinen gewertet werden.

Domain – bei Blogger.com und bei WordPress.com bekommt man eine Unterdomain. Dies bedeutet, dass der Blogname meist „selbstausgesucht.blogspot.de“ oder „selbstausgesucht.wordpress.com“ lautet. Für den Anfang kein Problem, allerdings macht es direkt einen anderen Eindruck auch für Google, wenn man eine eigenen Domain hat und dann nur noch „selbstausgesucht.de“ heißt. Eine eigene Domain ist meist in den Server-Paketen wie z.B. von 1&1 inklusive.

Blogging-Platform – wie bereits bei der Domain erklärt, gibt es z.B. WordPress, was auf einem selbst-gehosteten Serverspeicherplatz die beste Lösung ist. 39% der Top 100 Blogs nutzen diese Variante. Bei WordPress selbst-gehostet hat man unzählige Design-Möglichkeiten und die besten Anpassungsmöglichkeiten durch diverse Plugins.

Blog-Design – es gibt viele kostenlose Designs, die man als Blogger nutzen kann. Für regelmäßige Updates und Anpassungen an die neusten Versionen lohnt es sich bei WordPress allerdings die ca. 50 EUR für ein kostenpflichtiges Design auszugeben.

Wie nenne ich einen Blog als Anfänger? Worüber bloggt man?

Ihr könnt über alles Bloggen, über das ihr gerne schreiben und erzählen wollt. Man besten darüber, worüber ihr am liebsten mit Freunden und Familie redet und ihr euch am besten drin auskennt und eine gewisse Leidenschaft entwickelt habt. Je spezieller, desto schneller habt ihr eine Nische gefunden, die euch vom Rest der Blogger abhebt. Fragt euch vielleicht auch einmal, was ihr selbst gerne lesen würdet. Infos? Tagebuchstil? Rezepte?

Euer Blogname sollte im besten Fall den Inhalt eures Blogs wieder spiegeln oder perfekt zu euch als Person passen. Seid ruhig kreativ und fragt auch Freunde und Familie zu den Ideen, die ihr habt. Stellt euch vor, wie ihr euch selbst auf Blogger Events vorstellt mit eurem Blognamen und ob ihr euch damit wohl fühlt.

Wenn ihr vor habt, viel zu Reisen und auch im Ausland als Blogger unterwegs zu sein, solltet ihr überlegen, ob euer Blogname auch im englischen Sprachraum verständlich und „aussprechbar“ sein sollte.

Sollte ich auf englisch oder auf deutsch Bloggen?

Fragt euch, wo ihr eure Leser seht. Es gibt genug Leser auf den deutschen Markt, die noch auf gute Blogs warten. Wenn euer Blog auf deutsch geschrieben ist habt ihr nur die anderen deutschen Blog als Konkurrenz und ihr sprecht gezielt den deutschen Markt für Unternehmen an.

Bloggt ihr auf englisch sprecht ihr natürlich potentiell einen größeren Markt an, habt aber auch viel mehr Konkurrenz. Euer Englisch sollte dazu muttersprachlich-gut sein. Mit einem Blog auf Englisch, der auf einem deutschen Server liegt, steht man immer schlechter da, als die Konkurrenz.

Bloggt ihr in beiden Sprachen, verwirrt ihr Google nur noch mehr und werdet in beiden Suchmaschinen nicht gut gerankt mit euren Berichten, was euch auf Dauer sehr viel Traffic und Besucher kosten wird.

Welche Social Media Plattformen brauche ich als Blogger? Braucht ein Blogger Facebook, Instagram, Google+, Tumblr, Snapchat?

Sobald man sich für einen Domain-Namen, also einen Blognamen entschieden hat, sollte man alle möglichen Social Media Plattformen sichern. Das heißt, man legt sich eine Facebook-Page mit dem Namen an, eröffnet einen Instagram-Account mit dem Namen, etc. – sichert euch euren Namen, bevor es jemand anderes tut. Was ist davon allerdings sofort nutzen solltet? Promoted eure Blogposts am besten über alle Plattformen und postet regelmäßig gute Inhalte.

Wo bekomme ich Hilfe zu meinem Blog, wenn es um Programmierung geht?

Hier hilft es manchmal einfach zu googeln und sich Hilfen bei YouTube anzusehen. Besonders bei WordPress gibt es wirklich viele Hilfestellungen und Erklärungen, die auch für Anfänger verständlich sind.

Learning-by-doing ist heute noch für viele Blogger wichtig. Ich hätte früher auch nicht gedacht, dass HTML, JavaScript und CSS für mich verständlich sind, aber man lernt es mit der Zeit und es macht auch einfach immer mehr Spaß.

Wie bekomme ich Leser auf meinen Blog als Anfänger?

Um auf euch aufmerksam zu machen könnt ihr bei anderen Blogs, die ihr gerne lest kommentieren und so auf Dauer auf euch aufmerksam machen. Aber bitte kommentiert zum Inhalt und nicht nur aus Werbung für euren Blog. Das schreckt oftmals eher ab, als neugierig zu machen. Je nach Thema gibt es auch Foren, in denen ihr eure Berichte posten könnt.

Man wird nicht von heute auf morgen direkt berühmt und bekannt. Mit dem ersten Blogpost, der veröffentlich wurde, kommen nicht sofort am ersten Tag tausende Besucher, sondern der Blog wächst langsam und stetig. Viele Blogs die heute erfolgreich und groß sind, haben in den ersten Jahren auch nur wenige Leser gehabt und sind durch die Konstanz und Ausdauer gestiegen und immer bekannter geworden.

Muss ich mein Gesicht als Blogger zeigen? Muss man gut aussehen als Blogger?

Natürlich muss man nicht von Anfang an ein Bild von sich zeigen – zumindest je nach Blog-Thema. Als Modeblogger sollte man schon damit klar kommen, fotografiert zu werden. Als Rezepteblog ist es eher nebensächlich, welches Gesicht bloggt. Allerdings ist es auf Dauer hilfreich um Follower zu sammeln, wenn man sein Gesicht zeigt und damit selbst auch etwas zur Marke mit dem Blog wird. Einem neutralen Blog folgt man nicht so schnell, wie einer Person, mit der man sich identifizieren kann. Je persönlicher, desto erfolgreicher. Tipp: Stellt euch am besten in einem der ersten Blogposts euren Lesern einmal vor.

Ich kenne Menschen, die Hemmungen haben einen Blog zu schreiben, weil sie sich selbst nicht so fotogen finden und sich lieber verstecken. Man muss kein Model sein, wenn man Blogger werden will, aber es hilft ein „Typ“ zu sein und für etwas zu stehen. Egal ob Business, Öko, Sexy oder Sportlich – egal ob jung oder alt, lange Haare oder kurze Haare. Man gewinnt sogar viel Selbstbewusstsein, wenn man Blogger ist und wird für andere oftmals sogar zum Vorbild. Akzeptiert euch einfach selbst so wie ihr seid und zeigt nur das, was ihr selbst von euch zeigen wollt. Bleibt Authentisch.

Muss ich gute Noten in Deutsch haben, um Blogger zu werden? Muss ich gut schrieben können?

Eure Schulnote hat mit eurem Blog nichts zu tun. Ihr solltet zwar leserliche Texte schreiben können, die sich gerne lesen lassen, aber ihr müsst kein Deutsch-Unterrichts-Genie sein. Euer Schreibstil wird sich von Blogpost zu Blogpost weiter entwickeln und nach zwei Jahren schlagt ihr vermutlich die Hände über den Kopf zusammen, wenn ihr eure ersten Blogposts lest. Übung macht den Meister und Entwicklung gehört überall im Leben dazu. Keiner ist als Blogger geboren und kein Blogger ist perfekt!

Womit muss ich als Blogger rechnen? Was muss ich vorher wissen, bevor ich Blogger werde?

  • Bitte verwendet nur eure eigenen Bilder auf eurem Blog und postet keine Inhalte, die ein anderer produziert hat.
  • Bitte achtet auf die richtige No-Follow oder Follow Verlinkung, wenn ihr auf eine andere Seite linken wollt.
  • Sobald ihr Ware oder Geld mit eurem Blog verdient, müsst ihr die Werte steuerlich geltend machen.
  • Nicht jeder ist euch gut gestimmt – es gibt auch Gegenwind und Neider.
  • Bei Kooperationsangeboten solltet ihr euch nicht unter Wert verkaufen und von Anfang an mindestens EUR 50,00 für eure Mühe im Gegenzug für einen Blogpost nehmen.
  • Wenn euer Blog gut läuft, kann es sein, dass man euch in der Öffentlichkeit erkennt und anspricht.
  • Es kann sein, dass du als Blogger auf Blogger-Events eingeladen wirst und dort auf andere Blogger treffen kannst. Manchmal entwickeln sich hier echte Freundschaften und es macht noch mehr Spaß zu Bloggen. Allerdings trifft man auch auf Blogger, die neidisch sein können und keine Freundschaft suchen.
  • Wer bei Google in der Suche mit seinen Blogposts gut platziert da stehen möchte, sollte sich für SEO interessieren. Hier gibt es hilfreiche Plugins für den WordPress-Blog, die eure Einträge weit nach vorne bringen können.
  • Header sind zwar wichtig, aber nicht so wichtig, dass von Anfang alles vom Logo und Header oben abhängt. Schreibt ruhig erst einmal nur als Text euren Blognamen dort hinein.

Fazit – Wie erstelle ich einen Blog? Anleitung zum Blogger werden für Anfänger

Ich hoffe, meine Einleitung und Einführung ins Bloggerleben hat euch ein wenig weitergeholfen und euch bei eurer Überlegung weitergebracht. Wer sich einfach immer noch total unsicher ist und nicht sofort loslegen will, der sollte einfach einmal so tun, als ob er einen Blog hat und einfach einmal fünf Blogposts und den „Über mich“-Text schreiben. Nur für euch selbst. Wenn ihr mögt, könnt ihr diese Texte euren Lieben zeigen und euch Feedback holen – denn meist ist die Familie oder die engen Freunde auch einer der ersten Leser auf dem Blog.

Diese Texte schreibt ihr übrigens nicht um sonst, denn wenn ihr mit eurem Blog anfangen wollt, braucht ihr schnell ein paar Blogbeiträge, damit der Blog nicht komplett leer ist. Das Design kann man erst anpassen, wenn man einige Blogposts auf dem Blog sehen kann. Eine sinnvolle Trockenübung, die euch zeigt, ob ihr danach den Wunsch habt, es online zu stellen, oder lieber einfach schlummern zu lassen.

Bloggen macht Spaß und verändert euer Leben, wenn ihr es zulasst, da ihr viel mehr erlebt, als zuvor. Als Blogger habe ich schon so viele Orte und Menschen kennen gelernt, die ich ohne Blog wohl niemals erlebt hätte. Auch wenn mein Bloggerlife mittlerweile 24 Stunden 7 Tage die Woche stattfindet, so möchte ich meinen Blog nicht missen. Manchmal ist es so erstaunlich, wie viel man aus „nichts“ erschaffen hat und was man alles erleben durfte.

Bleibt authentisch und bescheiden. Seid immer höflich. Think positiv and have fun!