DLF Interview – Als Fashion Blogger und YouTuber – Deutschlandfunk

Als Fashion Blogger und YouTuber bin ich schriftliche Interviews mittlerweile gewöhnt, aber ein Radio-Interview war für mich bis vor kurzem noch „Neuland“. Meist bin ich es, die sich gerne Fragen für ein Interview ausdenkt und so schon tolle Momente mit tollen Persönlichkeiten erleben konnte. Nun sollte sich das Blatt wenden und ich würde mit Fragen gelöchert werden. 

Ich gebe zu, ich bin immer etwas vorsichtig, wem ich ein Interview gebe. Es gab bereits einige Anfragen für Interviews und Stellungnahmen, bei denen ich mich selbst nicht als perfekten Gegenüber gesehen habe. Oder würdet ihr mich als Spezialisten für Magermodels sehen? Ich gehöre nicht zu den Personen, die ihre Nase in jede Kamera halten wollen um berühmt zu werden. Muss jeder Fashionblogger zu Shoppingqueen gehen? Ich jedenfalls nicht… Bei der Anfrage vom Deutschlandfunk hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Aber worum ging es?

Es wurde ein YouTuber und Blogger gesucht, der etwas zum Thema YouTube und Fashion erzählen kann und den Radiohörern das Phänomen YouTube etwas näher bringen kann. Natürlich gehöre ich nicht zu den allergrößten YouTubern in Deutschland, aber auch ich habe mir in recht kurzer Zeit eine interessante Schicht an Followern aufgebaut. Erst kürzlich habe ich 5000 YouTube Follower in 9 Monaten gefeiert. Ich sehe ein riesengroßes Potential bei YouTube für die Zukunft.

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Ich wartete nun also gespannt auf den Besuch vom DLF in meiner Hotelsuite des Radisson Blu Hotels Köln und muss zugeben, dass ich ein wenig nervös war. Natürlich würde nichts live gesendet, aber es wird eben auch alles aufgenommen und ich weiß ja, dass mir manchmal die Worte fehlen können :-).

Die Redakteurin vom Deutschlandfunk nahm mir schnell etwas von der Nervosität ab und war ganz nett und freundlich. Wir redeten erst ein wenig miteinander und dann suchten wir uns einen guten Platz für das Interview. Wir entschieden uns für einen dunkleren Platz am großen Tisch der Suite im Radisson Blu Hotels Köln und schon war das Aufnahmegerät an das lange Mikrofon mit blauem DLF Kopf angeschlossen. Los geht’s…

Zunächst sollte ich mich einfach einmal vorstellen und erklären, was ich eigentlich genau mache. Auch die Themen, über die ich blogge waren hierbei interessant. Wo ich eigentlich herkomme und wo ich mich momentan wohl fühle? Wie ich meinen Mode-Stil beschreiben würde? Was ich für Zuschauer bei YouTube habe und wen ich anspreche? Wie so ein Fashion Lookbook Video bei mir aussieht?

Wie ich mein Geld bei YouTube und beim bloggen verdienen kann? Wie die Kooperationen zustande kommen? Seit wann ich davon Leben kann? Wie viele Follower und Visitors ich habe? Ob ich auf der Straße erkannt werde? Ob ich Grenzen habe, die ich nicht überschreite? Welche Videos am besten ankommen? Was Shoppinghauls sind? Was für Kleidung wir in Zukunft an unserer Jugend sehen werden? Was dieses YouTube Space in Berlin ist?

Alles Fragen, auf dich ich von mir aus frei antworten konnte, was ich wollte. Das einzige dabei ist, dass man automatisch versucht, möglichst viele Informationen in die Sätze mit einzubauen.

Für mich war es sehr ungewohnt, dass man mich ja nicht sehen konnte und man das Interview sozusagen für Blinde macht. Bei TV-Interviews können auch Bilder beschreiben, im Radiointerview muss man einfach zusätzliche Informationen geben.

Ich weiß, dass manche Menschen meine Stimme als sehr angenehm empfinden und auch Amerikaner gerne meinen Worten lauschen, ohne zu verstehen, was ich eigentlich erzähle. Es würde nicht so hart Deutsch klingen und nicht so schrill und aufgeregt, wie bei anderen.

Das gab mir die nötige Sicherheit beim Radio-Interview mit dem Deutschlandfunk ruhig zu bleiben und vielleicht war es gar nicht so schlimm, dass man meine Gesten gar nicht sah :-). Ich bin auch bei meinen YouTube Videos bis heute nicht die Person, die versucht 5.000 Worte in eine YouTube Minute für ein Follow-me-around-Video zu bekommen :-)

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Nach der Tonaufzeichnung hatte die Journalistin eine bessere Vorstellung von YouTube und auch eine Vorstellung, wie sie die 20 Minuten Sendezeit füllen wollen würde. Da ich eine Gesprächsperson von 5-6 weiteren Personen bin, bin ich gespannt, was von den Informationen übrig bleiben wird. Ich freue mich, wenn ich helfen konnte etwas Klarheit in die YouTube-Welt zu bringen.

Zum Schluss zeigte ich noch, wie so ein YouTube Video aufgenommen wird. Dazu gingen wir auf die Terrasse und filmten meinen Look. Ich hatte mich für das Interview für mein hellblaues Kleid von Riani entschieden. Es ist lustig, wenn noch jemand mit einem Mikrofon zusätzlich bei den Aufnahmen dabei ist, aber aus der Ruhe gebracht hat es mich nicht weiter. Ich glaube, da ist wirklich eine gewisse Routine bereits dabei.