Blogger & WordPress – Nofollow-Links, gekaufte Werbung, Sponsored Posts

Ein Do-Follow Link ist für deinen Blog nicht schlimm und andere Blogger machen es auch. Wir sind ein junges Startup und brauchen qualitativen Traffic um zu wachsen – hilf‘ uns. Andere Blogger setzen auch Do-Follow-Links und haben keine Probleme damit. Den ganz großen Bloggern passiert auch nichts, wenn man Do-Follow-Links setzt. Wenn wir ein Advertorial buchen und ein No-Follow-Link enthalten ist, ist es nichts wert!

Dieses sind nur ein paar gesammelte Kommentare in den letzten sieben Tagen die Zwecks Advertorials und gesponserten Postings bei mir eingegangen sind. Die Beleidigungen, die es danach gab von „unkooperativ, arrogant, etc.“ lasse ich einmal direkt unkommentiert stehen. Nachdem letzten Posting vor einigen Wochen über das Thema „Blogger müssen nicht bezahlt werden – es ist schließlich ein Hobby“ kommt das Thema „Nofollow-Links/Dofollow-Links“ und gekaufte Werbung gerade in den letzten Wochen wieder sehr verstärkt auf, so dass ich dieses außerhalb von meinen nächsten Blogger und SEO-Workshops zumindest einmal in einem Blogpost aufgreifen möchte.

Auch wenn dieses nur ein ganz kleiner Teil meiner SEO-Workshops ist – ist es doch sehr wichtig für Blogger. Man fragt sich immer nur, wenn andere Blogger Workshops anbieten, Blogger beraten möchten und die Blogs optimieren möchten, warum wird dann noch nicht einmal bei sich selbst auf „Nofollow“- und Kennzeichnung geachtet? Was soll ich dann als Blogger lernen oder wie soll man meinen Blog dann für 500 oder 1.000 EUR (für 2 Stunden Zeit!) Google konform optimieren können? Einen Blog kann man nicht in 60 Minuten optimieren ohne die Grundlagen zu kennen, SEO erklärt sich nicht in einer halben Stunde.

Welcher Link muss in einem Blogpost mit einem Nofollow-Tag versehen werden?

Die Frage ist ganz einfach und ganz transparent von Google in den Richtlinien und Webmaster-Tools erklärt und kann für jeden Blogger, wie aber auch jede SEO-Agentur, PR Firma und Unternehmen nachgelesen werden. Es ist kein gut gehütetes Geheimnis was man nicht findet – aber gerade als Blogger und auch PRler kennen sollte.

Damit die Suchergebnisse nicht durch bezahlte Links beeinflusst und damit die Nutzer nicht getäuscht werden, fordern wir Webmaster nachdrücklich auf, für solche Links das Attribut nofollow zu verwenden. Die Richtlinien für Suchmaschinen schreiben bei bezahlten Werbelinks einen maschinenlesbaren Hinweis vor. Dies ist vergleichbar mit der Kennzeichnung von Werbung in Online- und Offlinemedien gegenüber den Verbrauchern. So werden beispielsweise ganzseitige Werbeanzeigen in Zeitungen häufig durch die Überschrift „Anzeige“ gekennzeichnet (Quelle: Google Richtlinien)

Schaut man sich die Definition der entsprechenden Links an, die mit dem Attribut „nofollow“ gekennzeichnet werden müssen, so ist bei den folgenden Links ein Nofollow-Tag zwingend erforderlich:

  • Bezahlte Links / gekaufte Links
  • Bezahlte Werbung / Sponsored Posts (unabhängig ob als Text- oder Bildwerbung)
  • Einladungen zu Events, etc. – auch wenn hier kein Geldfluss war, so gab es einen Vorteil
  • Gastbeiträge / Advertorials
  • Links, die thematisch nicht zum Blog passen
  • Affiliate Links (darunter z.B. für Blogger auch RewardStyle, Tracdelight, Amazon, etc.)
  • Links auf Formularseiten (wie z.B. „Hier anmelden“, „Newsletter bestellen“, etc.)
  • Links auf nicht „vertrauenswürdige“ Inhalte oder Inhalte mit einem negativen Bezug

Google definiert auch sehr klar, was „nicht vertrauenswürdige Inhalte“ sind. Hierbei wird z.B. auf Webseiten verwiesen, für die der Blogautor keine Garantie übernehmen kann oder die „nicht gut für das Allgemeinwohl“ sind. Darunter fallen dann auch Glücksspielseiten, Lotterie, Onlinecasinos, Alkohol, sowie verschiedene E-Commerce Anbieter und Dating-Plattformen. Gerade als amerikanische Suchmaschine werden hier noch einmal andere Grundwerte in den Vordergrund gestellt.

Ebenso betroffen sind davon Kommentarfelder, für die nicht klar ist, wie der Inhalt der nachfolgenden Seite ist. WordPress hat generell alle Links auf Kommentarfeldern auf „nofollow“ gestellt – somit ist für WordPress Nutzer die Gefahr nicht gegeben. Links bei Blogger sind in der Regel ebenso als „nofollow“ gekennzeichnet.

In den letzten Jahren kam der Spam in Kommentaren immer häufiger auf, wo versucht wurde eine Seite häufig mit Replica-Modellen aus Asien, Russland, etc. durch Links aus einer Seite mit einem hohen Page-Rank positiv zu ranken. Der Blogger hat selbst etwas von seinem Ranking abgegeben und damit unbewusst eine Seite, die nicht vertrauenswürdig war, gestärkt.

Ebenso gibt es bei viele Plugins für WordPress, die die Möglichkeit geben, qualitative hochwertige Links oder Personen, die regelmäßig – und ordentlich – kommentieren durch die Entfernung des „nofollow“ Tags zu belohnen.

Bei Kooperationen oder von mir organisierten Reisen mit verschiedenen Bloggern und Erwähnungen in meinen Blogposts sind die Links zum anderen Blog in der Regel immer als „follow“ gekennzeichnet und ich verzichte auf das „nofollow“-tag. Der Hintergrund nun ganz logisch – der Content ist vertrauenswürdig, es ist kein bezahlter Link und ich kenne die Person, die über ähnliche Inhalte berichtet wie ich. So können Links „gefahrenlos“ untereinander verteilt werden und beide Seiten davon profitieren.

Generell gilt für alle Blogger, sobald eine Kooperation entsteht, unabhängig ob durch Geldfluss, als Barter-Deal (Warengeschäft) oder durch eine Einladung zu einer Reise oder Hotelvorstellung ist immer eine Art der Bezahlung im Spiel. Bei allen Arten der Bezahlung für einen Link zu dem Partner gilt immer das „nofollow“-Tag. Dieses gilt z.B. auch für die berühmte Smartphone Hülle, die mir kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Was kann passieren, wenn ich den Blogpost nicht mit „nofollow“ im Link versehe?

Im ersten Moment passiert vermutlich gar nichts. Sobald die Seite online gestellt wird, hat dieses noch keine direkte Auswirkung, außer das gegen die Google-Richtlinien und die Kennzeichnungspflicht verstossen wird.

Waren es vor wenigen Jahren nur vereinzelte Webseiten und Blogs, die von Google abgestraft wurden, so führte die Veränderung und die regelmäßigen Updates des Google Algorithmus zu einer Verschärfung und deutlich gesteigerten Erkennung von gekauften Links.

Neben der automatischen Erkennung von gekauften Links und Linktauschprogrammen, werden auch immer häufiger Webseiten „manuell“ durch Google abgestraft. Durch diese Einzelfallprüfung werden die Vorgänge genau von Google analysiert und die entsprechenden Webseiten in der Sichtbarkeit im Ranking eingeschränkt oder gar ganz entfernt.

Ein warnendes Beispiel sollte das Reiseportal Expedia sein, welches im Frühjahr 2014 von Google manuell abgestraft wurde und 25% der Sichtbarkeit eingebüßt hat. Die Aktie des Unternehmens fiel in den darauffolgenden Tagen nach Bekanntwerden der Google-Strafe um über 4% und auch einige deutsche Unternehmen haben in den letzten Monaten und Jahren entsprechende Strafen erhalten (einfach einmal Expedia Google Ranking suchen). Ob es falsche Texte, Badlinks, die Umstellung auf Responsive Design oder ähliche Dinge waren, kann nicht klar dargestellt werden – doch ein Verlust der Sichtbarkeit von 25% möchte sicherlich auch kein Blogger haben.

Sollte der gekaufte Link noch nicht durch den Algorithmus von Google erkannt worden sein, besteht zugleich die Möglichkeit auch noch „gekaufte Links an Google melden“. Hier zu stellt Google in den Webmastertools eine Funktion zur Verfügung, wo man gekaufte Links an Google melden kann. In das Formular gibt man nur die entsprechenden Werte ein:

  • Link zur Webseite die den Platz verkauft (z.B. der Blog, wo der nichtgekennzeichnete Link enthalten ist) – alternativ kann hier auch die Agentur gemeldet werden, die versucht für den Kunden entsprechende Do-Follow-Links zu kaufen
  • Link zur Webseite, die den Platz kauft (z.B. der berühmte Smartphone-Hüllen-Hersteller)
  • Begründungsfeld – hier kann z.B. die Email herein kopiert werden, wo das Unternehmen die Aufforderung zur Verbreitung von Do-Follow-Links ausführt und wie „unschädlich“ es doch für den Blog ist.

Google hat durch diese Formulare schon einige SEO-Agenturen entfernt, die immer wieder für verschiedene Kunden Links eingekauft haben – die dann auch mit Do-Follow gekennzeichnet wurden. Die Warnung von Google an die Agenturen wurde häufig ignoriert, so dass anschließend ein massiver Einbruch in den Suchmaschinen der Kunden vorgekommen ist. Fragt man bei einer Email an die Agenturen einmal an, für welche Kunden es doch schon problemlos gemacht wurde und welche Blogger es umgesetzt haben, erhält man häufig eine ganze Liste und die Verwunderung ist groß.

Gefahr für Blogger – falsche Kennzeichnung bei anderen Bloggern

Die beliebteste Begründung, es wird schon nicht auffallen, alle „großen“ Blogger machen es auch, ist natürlich eine nette „Agenturbegründung“ und hat nichts mit Wahrheit und Wissen zu tun.

Es stimmt sicherlich, das einige große Blogger einfach alle Links als „dofollow“ Link versehen und auch nicht als Werbung oder „Sponsored Post“ kennzeichnen. Es fällt natürlich auf, wenn mehrere Blogger einer Community gleichzeitig eine Reise machen und dann „zufällig“ alle von der gleichen Sonnenbrille, dem neuesten Pullover oder der besonderen Kamera in dem Blogpost erzählen.

Ist es Unwissenheit, ist es Absicht oder kennt man die Google-Richtlinien einfach nicht? Es ist schwer eine Einschätzung zu geben, aber wer mehr als vier Jahre bloggt, sollte zwangsläufig auch einmal mit „nofollow“-Links, Kennzeichnungspflicht, etc. in Berührung gekommen sein. Das Problem besteht natürlich dabei nicht nur für den Kunden, der den Pullover zur Verfügung gestellt hat, sondern auch für die Blogger selbst.

Nach Meldung über das o.g. Formular zum Thema „Paid-Links“  oder über die automatische Erkennung des Algorithmus von Google werden dauerhaft die Seiten abgestraft und der Kunde verliert ebenfalls seine Sichtbarkeit. Bucht man dann bei der Agentur noch einmal eine Aktion?

Es gibt genügend Beispiele bei Bloggern, die durch Kooperationen mit Unternehmen Abstrafungen in der Sichtbarkeit durch Google erfahren mussten. Mal war es Beachwear, mal war es eine Strumpfhose, mal ist es das besondere Parfum und mal eine besondere Systemkamera. Wer nun denkt, es fällt nicht auf, der wird sich ganz schnell wundern. Wenn auf einmal im Ranking immer mehr Beiträge von Bloggern, die auch „gemeinsam“ mal unterwegs waren –  auftauchen, die alle „zufällig“ über ein tolles, faszinierendes und unglaubliches „Lieblings-Gadget“ berichten, weiß auch Google, dass es eine Kooperation war.

Problem für ehrliche Blogger: Wer sich an Richtlinien hält, die Links entsprechend mit „nofollow-Tag“ versieht ist trotzdem immer auf die Ehrlichkeit aller anderen Teilnehmer angewiesen. Selbst wenn man als einziger Blogger das Tag setzt, den Beitrag kennzeichnet und klar macht, es handelt sich um einen „Sponsored Post“ kann immer noch passieren, dass man ebenfalls abgestraft wird, da die ganze Brand oder das ganze Unternehmen sonst nur „dofollow“-Links eingekauft hat. Häufig steht das Verhältnis dann 200:1 (dofollow/nofollow) und man erlebt selbst den Absturz.

Etwas ähnliches ist mir auch vor zwei Jahren einmal auf meinem Fashionblog (purefashion.tv) passiert und innerhalb von wenigen Tagen verlor ich in manchen Suchbegriffen die Sichtbarkeit um über 70%. Mein Beitrag war mit „nofollow“ gekennzeichnet, jedoch hat das Unternehmen sonst größtenteils nur „dofollow“ Links eingekauft – es aber nicht transparent gemacht. Erst als die Beiträge und der Suchbegriff entfernt wurde, kam innerhalb von vierzehn Tagen die Sucheinträge wieder zurück und das Ranking hat sich innerhalb von sechs bis acht Wochen wieder auf alten Positionen eingefunden.

Generell gilt die Regelung, je mehr Blogger über das Produkt schreiben, desto höher ist das Risiko, dass auch viele „dofollow“-Links verwendet werden. Es gibt wenige Agenturen, die eine ganz klare Definition bereits in den Vorgesprächen durchführen und ausdrücklich einen „nofollow“-Link wünschen. Die Absicht ist natürlich klar – als SEO Agentur versuche ich meine Kunden möglichst schnell, möglichst gut, in den Suchmaschinen zu platzieren. Was passiert, wenn die Kooperation beendet ist, ist den Agenturen dann egal.

Wenn ich Kooperationen mache, frage ich häufig nach, wie viele Blogger werden ungefähr bei dem gemeinsamen Projekt dabei sein und schicke immer ein Beispiel eines ehemaligen Advertorials mit und erkläre dem Kunden auch, so wie der Blogpost, wird auch ihr Text ungefähr aussehen. Somit kann der Kunde klar schauen, ob er mit der „nofollow-Kennzeichnung“ einverstanden ist oder nicht. Wird anschließend nach einem „dofollow“-Link gefragt, ist die Kooperation für mich automatisch nicht machbar – auch wenn bei mir zumindest darauf verzichtet würde. Man kann sicher sein, dass bei anderen Bloggern dann direkt auf „dofollow“ gedrängt wird.

Wie kennzeichne ich den Link als Blogger bei Blogspot und WordPress

Bei beiden Versionen der Blogger-Plattformen (WordPress, Blogger) ist die Kennzeichnung von Links mit dem „Nofollow-Tag“ relativ einfach umzusetzen. Grundsätzlich sind erst einmal alle Links mit „follow“ gekennzeichnet.

Bei Blogger: Geht es ganz einfach, indem ihr „Edit Link“ anklickt, so wie jeden normalen Link den ihr auf eine andere Seite einbaut und anschließend am Ende der Seite den Haken bei „Add ‚rel=nofollow‘ attribute“ kurz vor dem OK-Button anklickt. Anschließend o.k. wählen und schon wird der Link für die Suchmaschine entsprechend gekennzeichnet.

Bei WordPress: Auch wenn WordPress als Platzform weit mehr Möglichkeiten bietet, so ist die Kennzeichnung etwas schwieriger und doch mit etwas Übung relativ einfach zu bewerkstelligen. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten bei WordPress

  • Durch ein externes Plugin wie z.B. „Ultimate Nofollow“ – wo in die Linkbox ein Zusatz eingebaut wird und ihr ähnlich wie bei Blogger direkt nur einen Haken machen müsst. Gerade für Anfänger die einfachere Möglichkeit – Nachteil: jedes zusätzliche Plugin ist eine zusätzliche Fehlerquelle und kann die Geschwindigkeit des Blogs reduzieren
  • In dem ihr den Link im Quelltext händisch ändert:
    • Zunächst baut ihr den Link ganz normal in den Blogpost ein und formatiert diesen auch schon entsprechend
    • Anschließend schaltet ihr im Blogpost rechts oben von „Visuell“ auf „Text“
    • Sucht den entsprechenden Link im Quelltext – bei längeren Texten könnt ihr auch STRG+F nutzen und dann das Wort suchen
    • Fügt den Zusatz zwischen die eckigen Klammern ein – Beispiel vorher/nachher
      • <a href=“http://www.purefashion.tv“ target=“_blank“>
      • <a href=“http://www.purefashion.tv“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>

FAZIT – „nofollow“-Tag – Kennzeichnung – gekaufte Werbung

Es wird mit jedem Update von Google für den eigenen Blog gefährlicher, eine Abstrafung durch Google zu bekommen, wenn man bei der Linkplatzierung nicht vorsichtig ist. Generell bedeutet dieses nicht, dass jeder Link ein „nofollow“-Link sein muss. Ihr könnt und solltet auch weiterhin eine gute Mischung zwischen „follow“ und „nofollow“-Links in eurem Blog haben, da auch dieses für das Ranking wichtig ist.

Wer nur noch „nofollow“-Links im Blog platziert, teilt Google auch indirekt mit, dass es nicht viele interessante Inhalte gibt oder alle Links gekauft sind. Auf eine Werbeseite hat Google natürlich kein Interesse und wird eure Seite generell nicht so häufig besuchen oder entsprechend ranken. Ein Blog ohne Traffic aus Suchmaschinen ist für Werbepartner nicht interessant, der Wachstum des Blogs wird sich in Grenzen halten und neue Follower nur schwer hinzugefügt werden können.

Warum viele Unternehmen noch immer versuchen, Blogs mit einem schlechten Ranking für eine Linkplatzierung zu nehmen oder für Events einzuladen, bleibt zwar nach wie vor unverständlich, aber gehört wohl genauso dazu, wie immer „dofollow“-Links für alle Kunden zu fordern.

Zu guter Letzt noch eine kleine Warnung, die sich in den letzten Monaten bei einigen Unternehmen eingebürgert hat.

Es wird zunächst eine Kooperation mit einem „nofollow“-Link besprochen, platziert und auch gekennzeichnet. Der Blogpost geht online, die Rechnung wird bezahlt und einige Wochen später schreibt ein anderer Mitarbeiter den Blogger noch einmal an und fragt völlig verwundert, warum der Link denn auf einmal auf „nofollow“ gesetzt wurde. Schließlich war vor wenigen Wochen doch geklärt worden, dass es ein „dofollow“-Link sein sollte und der Kunde dafür ja auch bereits vor Wochen bezahlt hat. Man möchte den Link bitte umgehend ändern – sonst hätte man ja niemals das Honorar in der Höhe bezahlt.

Achtet daher immer darauf, entsprechende Beispiele in den Absprachen beigefügt zu haben, klärt es vorher ab und verweist auf entsprechende Texte bei Google oder auch auf diesen Text, warum kein gekaufter Link mit „dofollow“ gekennzeichnet werden darf.

Weitere Fragen versuchen ich gerne auch noch in den Kommentaren zu beantworten und natürlich auch wieder in den nächsten Workshops zum Thema „SEO und GOOGLE“, die ich wie immer angekündigen werde.

Über die generelle Kennzeichnung von Werbung, Sponsored Posts oder Werbeanzeigen werde ich in den nächsten Tagen noch einmal gesondert berichten – dieses wäre zu lang für diesen Blogpost.

47 KOMMENTARE

  1. Hallo und danke für diesen Beitrag.
    Allerdings, wie kann man es denn als ganz kleiner blogger überhaupt schaffen gut zu ranken und traffic zu bekommen wenn man nie an einen dofollow link kommt? Ich persönlich würde mich ja nicht mal trauen danach zu fragen.
    Selbst wenn der content passt, ohne diese Links wird es doch sehr schwer. Denke ich…
    Ich hoffe sehr, das du ein paar Tipps für mich (und andere) auf Lager hast ;)
    LG, Claudia

    • Hallo Claudia und gerne…

      Wenn andere Blogger dich verlinken, z.B. weil man gemeinsam bei einem Event war, gemeinsam etwas gemacht hat, wird man häufig verlinkt. Es ist auch für Links gar nicht mehr so wichtig, dass du den ganzen Wert auf externe Links setzt – die kommen von alleine, wenn du guten Content und gute Blogposts schreibst. Ich sehe es selbst bei mir, wenn der Artikel gut geschrieben und hilfreich für die Community ist, wird er automatisch mehr geteilt und auch viel häufiger von anderen Seiten als „Referenz“ angesehen und steigt dann automatisch im Ranking bei Google. Natürlich erfolgt dieses nicht innerhalb von 24 Stunden und auch ich habe Artikel dabei, die am Anfang überhaupt nicht gelesen wurden und jetzt regelmäßig empfohlen werden.

      Je nach Thema deines Blogs gibt es noch immer gute Facebook-Gruppen, nutze die Möglichkeit deine Bekanntheit bei Instagram zu steigern und falle „positiv“ auf, kommentiere unter anderen Bilder (aber kein Spam-Kommentar) und mehr Menschen werden dich sehen und dann auch auf dem Blog vorbeischauen. Es ist leider keine Sache, von wenigen Tagen, sondern Konstanz und auch harter Arbeit.

      Es gibt aber einige Blogger, die wirklich mit Instagram einen guten Boost bekommen haben und auch der Blog populärer geworden ist. Gib‘ dir viel Mühe bei den Texten (auch die werden über die Zeit besser) und dann nutze ein weiteres Netzwerk und baue dir dort eine Base auf.

      Ich wünsche dir viel Erfolg und ganz viel Spass beim „Bloggen“.

      Viele Grüße Vanessa

      P.S.: Ich bin gestern in meinem wöchentlichen YouTube-Video auch noch einmal auf das Thema eingegangen (soll man noch mit Blog und YouTube anfangen) -> Fazit: du lernst auf jeden Fall für dich sehr viel und im eigenen Leben…

  2. Super Artikel mit vielen hilfreichen Anregungen. Da kann ich nur sagen… weiter so!

    LG
    Ingolf

  3. Sehr interessant! :) Ich finde auch dass der Handel mit gekauften Links ein echt großes Problem ist. Die Agenturen setzten scheinbar die Links, nach einer Beendigung der bezahlten Kooperation, wieder auf nofollow um, damit der „Link-Juice“ dann den neuen Kunden zur Verfügung steht. Solange du für die Links bezahlst, solange fließt es eben zu dir. Und die Agenturen wissen doch was deine Rankings wert sind. So ist es auch ein leichtes für die Neuverhandlungen im nächsten Jahr, dann werden die Links einfach ein wenig preisintensiver. :)

  4. Liebe Vanessa, vielen Dank für diesen hilfreichen Beitrag! Ich habe eben eine Anfrage mit Do Follow Link erhalten und musste jetzt erstmal recherchieren :D Danke Dir! Jetzt bin ich schlauer!

    Liebe Grüße
    Betty

    • Liebe Betty, vielen Dank für das Feedback! Es freut mich, wenn der Blogpost dir helfen konnte und Do-Follow-Links sind von Google für Kooperationen verboten und ruinieren dir auf Dauer das Ranking und damit bessere Kooperationen. Viel Erfolg mit deinem Blog! (Schreibe gerade auch an meinem Foodblog) :-)

  5. Hallo Vanessa,

    besten Dank für diesen Post. Dieses Thema ist SO wichtig und deine Tipps Gold wert! Wir machen eben genau diese Erfahrungen. Leute gehen durch die Decke weil sie konsequent Kennzeichnungspflichten verletzen und sich damit für jedes skrupellose Agentur anbieten.
    Es sollte mehr solche Post geben und mehr Blogger die sich daran halten!

    Beste Grüße

    Schorsch

  6. Hallo Sören,

    es gibt eine ganz klare Regelung von Google und daher gibt es auch kein „vielleicht“. Es gibt unzählige Beispiele bei Bloggern, wo man nach 6 oder 12 Monaten auf einmal klare Rankingverluste in den Suchmaschinen hatte oder ganz entfernt wurde. Was nützt dir kurze Bekanntheit und Kostendeckung, wenn du anschließend deinen Blog komplett einstellen kannst?

    Selbst wenn Google es nicht automatisch erkennen sollte (weil die Seite z.B. nicht gecrawlt wurde), kann dich immer noch jeder andere Blogger melden. Das Ergebnis ist dann der gleiche Effekt…

    In diesem Sinne – viel Erfolg mit deinem Blog…

    V.

  7. Trotzdem verstehe Ich nicht ganz… Wenn Ich schreibe über irgendwas, freiwillig, muss Ich auch irgendwo schreiben nofollow/dofollow??? Ich habe nie gemerkt, das jemand schreibt irgendwo nofollow/dofollow… Das sieht kein Mensch

  8. Liebe Vanessa,

    wirklich ein sehr interessanter Beitrag! Ich fange gerade selbst an zu bloggen und habe mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Eines ist mir aber noch nicht ganz klar. Wenn ich beispielsweise einen Artikel über ein bestimmtes Beauty-Produkt schreibe und die Website der Marke verlinken möchte. Muss ich diese dann auch mit „nofollow“ markieren?

    Liebe Grüße
    Kathi

  9. Liebe Vanessa, vielen vielen Dank für diese ausführliche und super verständliche Erklärung. Mir hilft das sehr weiter. Habe gerade eine Agentur, die explizit nach einem follow Link sucht und mir kam das komisch vor. LG, Julia

    • Vielen Dank – Es gibt für Links eine ganz klare Erklärung und man sieht aktuell bei Google einige Blogs stark abstürzen, die sich nicht an die Regeln gehalten haben…

  10. Vielen Dank für diesen wirklich tollen Beitrag! So ein Workshop ist echt eine spitzen Idee, wovon ich auch sehr gerne einmal Gebrauch machen möchte.

  11. Und wie ist das, wenn man im Rahmen eines Porträts auf den Online-Shop der Porträtierten verlinkt. Geld ist da nicht geflossen, dem zugrunde liegt auch keine Einladung oder sonst was. Dann auch „no follow“? Ich danke Dir sehr!

    Susanne

  12. Liebe Vanessa,
    vielen Dank für den aufschlussreichen Beitrag. Eine Sache nur macht mich noch ratlos. Du sagst, auf z.B. Formularseiten muss mit „no follow“ verlinkt werden. Anderswo lese ich, man solle nicht intern mit „no follow“ verlinken. Was mach ich nun mit einem Link auf mein internes Kontaktformular? Vielen lieben Dank!

  13. Super Beitrag, der das Thema richtig gut erklärt und mit deiner Erfahrung kannst du gleich noch Beispiele bringen. Hab zwar schon einiges dazu gelesen, dein Beitrag dazu war aber der Beste :)

  14. Vielen lieben Dank, für diesen Artikel.
    Endlich habe ich das mit dem do- und no-follow einigermaßen verstanden. :-)

    Liebe Grüße
    Julia

  15. Liebe Vanessa,

    ich habe noch eine Frage: Wenn ich einen Modepost mache und verschiedene Kleidungsstücke verlinke, die ich mir selbst gekauft habe, muss ich die Links dann als do-follow oder no-follow setzten? Zudem habe ich gerade eine Anfrage, bei der ich nicht nur zum Produkt (was mir zur Verfügung gestellt wird), sondern auch zum Blog der Firma verlinken soll. Müssen dann beide Links no-follow sein?

    Liebe Grüße
    Kathi

    • Hallo Kathi,

      das Risiko bei Links auf Shops ist natürlich, dass Google nicht erkennen kann, ob du das Produkt gekauft hast oder doch gratis erhalten hast und ob es versteckte Werbung ist… – die Richtlinien sagen „Gekaufte Links“ – ich wäre damit vorsichtig…

      Da du nicht sicher sein kannst, ob der Link für die Firma auf Dauer auf dem Blog sein soll – oder der Blog „zufällig“ eingestellt wird und direkt auf den Shop weitergeleitet wird – wäre ich vorsichtig und würde auch dort „No-follow“ setzen.

      Viele Grüße

      Vanessa

  16. Ich danke dir ganz herzlich für diesen superinteressanten Beitrag! Ich bin bei vielen dieser Erklärungen ausgestiegen, weil es zu sehr nach Fachchinesisch klang. Hier bin ich nicht nur bis zum Schluss drangeblieben, sondern habe es – denke ich – auch verstanden. Das will was heißen. ;)

    LG Sabine

    • Vielen Dank Sabine – es freut mich, wenn dir der Text gefallen und geholfen hat und sonst vielleicht einmal in einem meiner Blogger-Workshops…

      VG V.

      • Das wäre großartig. Ich werde definitiv die Ohren spitzen, wenn du einen Blogger-Workshop in der Nähe geben solltest. ;)

        • Gerne… in diesem Jahr sind zumindest noch Hamburg, Rheinregion und Frankfurt geplant und alle natürlich – wie immer bei mir – inklusive Hotelaufenthalt… – Viele Grüße V.

  17. Vielen lieben Dank. Ich bin noch relativ neu im Bloggergewerbe, habe das mit den dofollow und nofollow schon mal gelesen aber nicht gänzlich verstanden. Dein Beitrag ist super. Gut strukturiert, einfach zu verstehen und hintergründig. Super. Danke.

  18. Liebe Vanessa,
    da hast du wirklich einen richtig guten Artikel verfasst. Danke! Ich bekomme immer mal wieder Anfragen für Dofollowlinks und ohne Werbekennzeichnung. Sollte man darauf überhaupt noch antworten? Zuletzt stand ich im Kontakt mit einem größeren Unternehmen, es wurden viele Mails hin und her geschickt und dann plötzlich hieß es: Aber bitte dofollow und keine Kennzeichnung. Das macht mich richtig wütend! Als ob man nichts besseres zu tun hätte!
    Ich hoffe, dass sich das in Zukunft ändert.

    Liebe Grüße
    Kathi

    • Liebe Kathi,

      wenn bei mir direkt nach Dofollow-Links angefragt wird, landen diese Emails direkt im SPAM-Ordner. Ich mache mir noch nicht einmal mehr die Mühe, diesen Anfragen eine Absage zu schicken. Kostet nur unnötige Zeit und Nerven.

      Viele Grüße

      Vanessa

  19. Sehr interessanter und hilfreicher Artikel.
    Darf ich fragen, wie man erkennt, dass man von Google abgestraft wurde? Bzw. wie du selbst erkannt hast, dass du trotz No Follow Link und Kennzeichnung schlechter gerankt wurdest?

    • Vielen Dank Jane,

      der einfachste Faktor ist natürlich dein Blogtraffic. Wenn du jeden Tag Besucher von Google bekommst (unabhängig ob 10 oder 2000 Besucher) und mehrere Tage hintereinander der Traffic von Google bei „0“ ist, sollte man sich langsam Gedanken machen. Dazu gibt es viele kostenlose Tools, die du auch einsetzen kannst und siehst wo du wie gerankt bist. Verlierst du auf einmal an bestimmten Begriffen massig Plätze, könnte es ein Beispiel sein. Ich zeige in meinem nächsten SEO-Workshop auch wieder einige Beispiele, woran man es erkennt, wie man dagegen vorgehen kann, etc.

      Viele Grüße
      V.

  20. Toller und informativer Artikel, der auch zeigt, dass man beim Bloggen nicht nur mit „Goodies“ gegen ganz neutrale Berichte und ganz zufällige Do Follow-Links Geld verdienen kann! Danke!

    • Vielen Dank für das Feedback…

      Wir werden es in Deutschland leider nur dann komplett hinbekommen, wenn immer mehr Blogger „nein“ zu „do-follow“-Links sagen. Es bleibt nur zu hoffen, dass gekaufte Werbung in Zukunft bei Google noch stärker abgestraft wird und wir uns in Blogger-Bereiche bewegen, die es in Asien, USA, UK und Italien bereits gibt…

      Viele Grüße V. :-)

  21. Liebe Vanessa, ich finde, du hast seit ein paar Monaten immer spannendere Beiträge auf deinem Blog. Finde auch diesen Post gut & mit vielen Infos. Endlich hat mal jemand alles zusammengefasst und einen Überblick geschaffen! Es kommen ja fast täglich Anfragen für Nofollow-Links, wahrscheinlich, weil es sich eben rumgesprochen hat, dass sie bei bezahlten Kooperationen nicht okay sind und es kaum jemand mehr macht. Gespielte Ungläubigkeit und Reaktionen nach dem Motto „Wir sind ein kleines Start-up – bitte unterstütze uns“ sind da nicht selten auf seiten der Kooperationspartner. Werde öfter mal in deinen Artikel schauen, um mir dann jeweils Anregungen zu holen, was ich antworten kann. Wäre schön, wenn sich alle Blogger darauf einigen könnten. Bin gespannt auf deinen Post bzgl. der Kennzeichnung. Lieb grüß, Katrin

    • Liebe Katrin,

      vielen Dank für dein Feedback und schön, wenn dir die Beiträge auf dem Blog gefallen. Ich kann nur hoffen, dass es sich in der Bloggerszene einmal komplett rumspricht, „was wann wie“ mit einem „nofollow“-Tag zu versehen ist und auch die Blogger von einigen Agenturen sich dessen klar werden. Uns sollte es auf Dauer egal sein, die Abstrafungen durch Google werden automatisch erfolgen. Wenn nicht im Update Mitte Dezember, dann vermutlich in den nächsten Update im Juni 2016 oder bei einer manuellen Penalty.

      Ich hoffe mit dem Text könnt ihr nun Werbepartner und Agenturen darauf verweisen was geht und was nicht oder die Kooperationen ablehnen. Wenn sich auf Dauer keine Blogger mehr dafür finden lassen, müssen sich auch manche Agenturen umstellen…

      Viele Grüße Vanessa

      P.S.: Kennzeichnungspflicht folgt vermutlich Ende Dezember oder Anfang Januar… :-)

  22. Sehr, sehr hilfreicher Artikel, vielen Dank dafür! Die nofollow/dofollow Praxis kannte ich schon, was mir aber tatsächlich null bewusst war, ist die Tatsache, dass Google einen Blog uninteressant finden könnte, wenn er nur auf nonfollow-Links besteht. Ich sehe schon, ich habe Deinen SEO-Workshop bitter nötig und hoffe sehr, dass ich daran teilnehmen kann. Viele Grüße!

    • Vielen Dank Sandra. Es gibt bei den Bloggen einige Beispiele, die alle Links auf „nofollow“ gestellt haben und sich wundern, warum Google nicht mehr kommt… der Traffic fällt von Woche zu Woche doch man möchte nichts dagegen machen…

      Der nächste Workshop ist im Januar geplant und ich vergebe bis Weihnachten noch die Restplätze…

      Viele Grüße
      Vanessa

  23. Danke meine Liebe für die tolle Hilfe! Ich freue mich so auf den Workshop. Da sieht man mal, wie viel man immer dazu lernen kann :)

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